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Vorarlberg: „Cannabis-Verbot dient der Mafia“

Das Argument: „Illegalität kostet Steuergelder.“

HOHENEMS (ars). „Es ist nicht so, dass wir alle Kiffer wären. Es geht uns darum, auf die gescheiterte Politik der Repression aufmerksam zu machen. Denn die beschneidet Bürgerrechte und kostet Steuergelder, ohne die gewünschten Erfolge zu bringen.“ Das meint Bernhard Amann, Sprecher der Bürgerinitiative „Legalize! Österreich“.

Sie tritt für die Gleichstellung von Cannabis mit den legalen Drogen Alkohol und Nikotin ein. Im Vorjahr seien in Österreich rund 25.000 Delikte in Zusammenhang mit Marihuana zur Anzeige gebracht worden. Die Strafverfolgung koste jährlich etwa 120Millionen Euro. „Mehr als doppelt so viel, wie für Therapie zur Verfügung steht.“ Mit staatlich kontrollierter Abgabe werde dem Schwarzmarkt der Boden entzogen. Die Gesetzeslage nütze einzig der Drogenmafia.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.05.2008)