Gute Vorgaben aus Übersee sorgten auch an den europäischen Börsen für etwas Auftrieb.
Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit fester Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.491,59 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 30,05 Punkten bzw. 1,22 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,97 Prozent und CAC-40/Paris +0,43 Prozent.
Gute Vorgaben aus Übersee sorgten auch an den europäischen Börsen für etwas Auftrieb. Konjunkturseitig blieb der Kalender zum Wochenstart weitgehend leer. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich indessen auf die Ergebnisse der Europawahl.
Bankwerte gesucht
In Wien blieben neue Unternehmensnachrichten dünn gesät. Im Einklang mit dem festen europäischen Branchentrend waren zum Wochenauftakt Bankwerte gesucht. So legten Raiffeisen um 2,70 Prozent auf 24,00 Euro zu und landeten damit weit oben auf der Kurstafel. Auch Erste Group stiegen um 1,48 Prozent auf 24,29 Euro. Bei den Erste-Titeln ist heute ein Dividendenabschlag in Höhe von 0,20 Euro zu berücksichtigen.
Unterstützung für das heimische Börsenbarometer kam zudem von voestalpine (plus 0,99 Prozent auf 34,14 Euro). Nach Meinung der JPMorgan-Analysten könnte sich der zuletzt beschlossene Gas-Deal zwischen China und Russland positiv für den heimischen Stahlkonzern auswirken. Erstens sei es nicht unausgeschlossen, dass die voestalpine an dem Bau der geplanten Pipeline mit Lieferungen beteiligt werde, so die Experten. Der Bau könnte zudem potenziell große Mengen an Grobblech vom Markt nehmen, was einen positiven Effekt auf die Preise hätte.
Strabag-Tochter mit Großauftrag
Strabag gewannen 1,44 Prozent auf 20,81 Euro. Wie der Baukonzern mitteilte, ist die Tochter Ed. Züblin mit dem Bau eines 700 Meter langen Teilstücks der innerstädtischen Bundesautobahn A100 in Berlin beauftragt worden. Der Auftragswert belaufe sich auf 73 Mio. Euro.
Rosenbauer gaben dagegen klare 1,04 Prozent auf 66,30 Euro ab. Die Aktionäre des Löschfahrzeug-Herstellers haben den Vorstand auf der ordentlichen Hauptversammlung vor dem Wochenende dazu ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zurückzukaufen. Der Beschluss gelte ab 23. Mai 2014 für 30 Monate, teilte das Unternehmen mit. Der Rückkauf kann auch in Etappen erfolgen.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX knapp vor 11.00 Uhr bei 2.494,92 Punkten, das Tagestief lag zum Handelsstart bei 2.461,19 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 1,12 Prozent bei 1.243,26 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 29 Titel mit höheren Kursen, neun mit tieferen und keiner unverändert.
Bis dato wurden im prime market 2.089.125 (Vortag: 2.461.085) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 61,720 (56,68) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 310.695 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 14,98 Mio. Euro entspricht.
(APA)