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Zuwanderung: Höchster Wert seit Ostöffnung und Bosnien-Krieg

Österreich ist weiter ein attraktives Zuwanderungsland, die "Netto-Zuwanderung" betrug im Vorjahr 55.000. Die meisten Zuwanderer kamen aus Ungarn, Deutschland und Rumänien.

Während eine Reihe ost- und südeuropäischer Krisenländer mit Bevölkerungsrückgang kämpfen, ist Österreich ist nach wie vor ein attraktives Einwanderungsland. Laut Statistik Austria ist die Netto-Zuwanderung 2013 um ein Viertel auf 54.728 Personen gestiegen. Es ist der höchste Wert seit der Ostöffnung und dem Bosnien-Krieg. Die meisten Zuwanderer kamen aus EU-Ländern wie Ungarn und Deutschland.

Laut der am Mittwoch veröffentlichten Wanderungsstatistik sind im Vorjahr 96.552 Personen aus Österreich weggezogen (darunter auch 22.044 Österreicher), im Gegenzug sind aber 151.280 Personen nach Österreich gekommen (darunter 16.052 Rückwanderer mit österreichischer Staatsbürgerschaft). Die Nettozuwanderung (54.728) lag damit ein Viertel über dem Wert von 2012 (43.797).

Die meisten Zuwanderer kamen aus folgenden Staaten:

  • Ungarn (netto 8.456)
  • Deutschland (6.759)
  • Rumänien (5.700)
  • Polen (3.824)
  • Slowakei (2.861)
  • Kroatien (2.826).
  • Bosnien (2.416) - das erste nicht der EU angehörende Herkunftsland.
  • Russland (1.499)
  • Türkei (1.322)

Insgesamt lebten im Vorjahr 8,5 Mio. Menschen in Österreich, davon 1,07 Mio. mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft.

Größte Ausländergruppe sind:

  • Deutsche (164.820)
  • Türken (114.740)
  • Serben (112.477)
  • Bosnier (90.963)

Der Ausländeranteil an der gesamten Wohnbevölkerung machte zum 1. Jänner 2014 laut Statistik Austria 12,5 Prozent aus. Am höchsten war er mit 24,2 Prozent in Wien, vor Vorarlberg (14,3), Salzburg (13,7) und Tirol (12,4). Den niedrigsten Ausländeranteil gibt es mit 6,8 Prozent im Burgenland.

Mehr Zuwanderung nur Anfang der 1990er

Höher als im Vorjahr war die Netto-Zuwanderung seit 1961 - so weit reichen die Aufzeichnungen der Statistik Austria zurück - nur nach der "Ostöffnung" und zu Beginn des Krieges im ehemaligen Jugoslawien Anfang der 1990er Jahre: 1990 kamen netto 58.562 Menschen nach Österreich, 1991 76.816 und 1992 71.480. Danach wurde die Zuwanderung stark gedrosselt und stieg erst unter der schwarz-blauen Regierung wieder stark an.

Das österreichische Bevölkerungswachstum wurde im Vorjahr übrigens im Wesentlichen von der Zuwanderung getragen. Während das Eurostat für andere EU-Länder - insbesondere die baltischen Staaten sowie Rumänien, Bulgarien und die Euro-Krisenländer Portugal, Spanien und Griechenland - einen Bevölkerungsschwund ausweist, ist Österreich im Vorjahr um 0,66 Prozent gewachsen. Ausschlaggebend dafür war die Zuwanderung, die Geburtenbilanz fiel nämlich negativ aus.

(APA)