Eurasische Union

Diese Woche wurde die Eurasische Union von den Staatschefs von Russland, Weißrussland und Kasachstan besiegelt. Gesucht wird nun ein Präsident für die Kommission der Eurasischen Union.

Diese Woche wurde die Eurasische Union von den Staatschefs von Russland, Weißrussland und Kasachstan besiegelt. Gesucht wird nun ein Präsident für die Kommission der Eurasischen Union. Als Favorit gilt Jean-Claude Juncker. Er ist ablösefrei zu haben und hat sich innerlich bereits auf einen solchen Job eingestellt.

Was Juncker allerdings noch zögern lässt: Dem Vernehmen nach sollen Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko und Nursultan Nasarbajew bei der Eurasischen Union noch mehr dreinreden wollen als die Staats- und Regierungschefs in der Europäischen Union. Was allerdings schwer vorstellbar ist.

Derweil müht sich die EU ihrerseits, einen Kommissionschef zu finden. Ein Ausweg: Man veranstaltet europaweit eine Wahl – mit TV-Duellen und allem Drum und Dran –, bei der die Fraktionen jeweils einen Spitzenkandidaten nominieren. Der Spitzenkandidat, dessen Partei dann vorn liegt, wird Kommissionspräsident.

Sollte es damit wider Erwarten nichts werden: Der EU-Chef muss auf jeden Fall ein gestandener, langjähriger Europapolitiker sein. Und das Anforderungsprofil wurde auch noch einmal nachgeschärft: Der nächste Kommissionspräsident muss – angesichts der divergierenden Interessen der Mitgliedstaaten – ein Moderator sein. Somit hat Eugen Freund nun die besten Chancen. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2014)

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