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Zentralmatura: Jede fünfte Prüfung ist ein Sehr gut

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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In Mathematik ist die Matura heuer leicht besser ausgefallen als in der Vergangenheit. Sonst gibt es kaum Überraschungen.

Wien. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) dürfte erleichtert sein. Denn nach den Turbulenzen bei der Durchführung der Zentralmatura sind zumindest die Ergebnisse weitgehend unaufregend. Die Notenverteilung ist ähnlich wie bei den bisherigen Schulversuchen. Die Matura war also weder zu schwer noch zu leicht. Alles andere wäre politisch schwer argumentierbar gewesen.

Laut Ministerium gibt es in den AHS über alle Fächer hinweg 19,1 Prozent Sehr gut und 9,6 Prozent Nicht genügend. Die Zahlen aus dem Vorjahr sind nahezu ident. Damals wurden 19,6 Prozent der Klausuren mit Sehr gut benotet, 9,4 Prozent negativ. Das gestern präsentierte Ergebnis ist aber noch ein vorläufiges, denn die Daten aus Wien und Salzburg sind noch nicht eingerechnet.

Dennoch gibt es bereits eine offizielle Aufschlüsselung nach Fächern (siehe Grafik). In Mathematik schneiden die Schüler heuer sogar besser ab als in den Schulversuchen im Jahr 2012 (für 2013 gibt es keine Mathematikzahlen): 5,5 Prozent der Maturanten haben Mathematik nicht bestanden, 2012 sind es 8,6 gewesen. In den Fremdsprachen hat sich kaum etwas verändert. Der Notendurchschnitt liegt in Englisch heuer wie auch im Vorjahr bei 2,8. In Deutsch haben die Schüler wiederum minimal schlechter abgeschnitten.

Es haben nicht nur 321 AHS an der Zentralmatura teilgenommen, sondern auch 71 berufsbildende höhere Schulen (BHS). Für die BHS liegen die Daten bereits vollständig vor. Der Notendurchschnitt liegt dort je nach Fach zwischen 2,23 und 3,07.

Über die Unterschiede zwischen der Zentralmatura mit den vom BIFIE-Institut erstellten Aufgaben und der traditionellen Matura, bei der der Lehrer die Klausuren erstellte, sagen die Zahlen aber nichts aus. Systematische Erhebungen zu den Ergebnissen der schriftlichen Reifeprüfung habe es vor Beginn der Zentralmatura-Schulversuche nämlich nicht gegeben, heißt es aus dem Ministerium.

 

Punktuell fehlen wieder Lehrer

Es gibt aber auch weniger gute Nachrichten. In Ober- und Niederösterreich wird es kommendes Schuljahr erneut einen Lehrermangel in bestimmten Bereichen geben. Es fehlen Lehrer in Mathematik und Naturwissenschaften oder an HTL. In Wien geht es sich laut Stadtschulrat dagegen aus. Gefordert werden aber mehr vom Bund bezahlte Posten: Man will 1200 zusätzliche Lehrer. (APA/j.n.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.06.2014)