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Nahrungsmittel lassen Inflationsrate auf 1,8 Prozent klettern

Taschenrechner Kassenbons und Geld
Taschenrechner Kassenbons und Geld(c) imago/McPHOTO (imago stock&people)
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Der typische tägliche Einkauf kam die Konsumenten in Österreich im Mai im Jahresabstand um 3,8 Prozent teurer, Höhere Preise auch bei "Restaurants und Hotels" und Wohnen.

Die Teuerung hat sich in Österreich noch weiter verstärkt. Im Mai ist die Jahres-Inflationsrate von 1,7 auf 1,8 Prozent gestiegen. Grund dafür war nach Angaben der Statistik Austria von Montag ein beschleunigter Preisauftrieb bei "Restaurants und Hotels". Die größte Preisdynamik insgesamt weist aber nach wie vor der Bereich "Wohnung, Wasser, Energie" auf.

Für die Verteuerung von 1,7 Prozent bei Wohnen, Wasser, Energie waren die im Jahresvergleich um durchschnittlich 3,6 Prozent höheren Wohnungsmieten sowie Preisanstiege bei der Instandhaltung von Wohnungen (+2,2 Prozent) hauptverantwortlich. Die Ausgabengruppe Restaurants und Hotels verteuerte sich um 3,0 Prozent nach noch 2,5 Prozent Anstieg im April.

Nahrungsmittel wieder teurer

Der typische tägliche Einkauf kam die Konsumenten in Österreich im Mai im Jahresabstand um 3,8 Prozent teurer, im April hatte der "Mikrowarenkorb", der überwiegend Nahrungsmittel enthält, um 3,5 Prozent mehr gekostet. Das Preisniveau des "Miniwarenkorbes", der einen wöchentlichen Einkauf widerspiegelt und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, erhöhte sich im 12-Monats-Vergleich um 1,8 (1,3) Prozent. Der Preisanstieg für den Wocheneinkauf lag damit ebenso hoch wie jener des allgemeinen VPI, erklärte die Statistik Austria am Montag.  

Der Teuerungsschub bei Nahrungsmitteln fiel erneut kräftiger aus als beim VPI insgesamt. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke zusammen kosteten im Mai im Schnitt um 2,0 Prozent mehr als ein Jahr davor, Nahrungsmittel allein um 2,1 Prozent mehr. Dabei wurden Milch, Käse und Eier insgesamt 5,7 Prozent kostspieliger, Brot und Getreideerzeugnisse kosteten um 1,9 Prozent mehr, Fleisch um 1,7 Prozent und Obst um 2,1 Prozent, jedoch verbilligte sich Gemüse um 2,5 Prozent. Alkoholfreie Getränke allein verteuerten sich im Schnitt um 1,8 Prozent, unter anderem Bohnenkaffee um 1,7 Prozent.  

Freizeitausgaben teurer

In der Ausgabengruppe "Verkehr", die - wegen der leichten Sprit-Verbilligungen - im Schnitt lediglich 0,7 Prozent teurer kam, legten die Preise für Instandhaltung und Reparaturen privater Verkehrsmittel um 3,0 Prozent zu - und die Preise für die motorbezogene Versicherungssteuer zogen im Jahresabstand im Schnitt sogar um 12,9 Prozent an. Bei Flugtickets fielen die Verbilligungen gegenüber dem Vorjahr im Mai mit -12,1 Prozent stärker aus als im April (-4,3 Prozent). 

Im Bereich "Wohnung, Wasser, Energie" (+1,7 Prozent) kostete Haushaltsenergie gesamt nur um 0,3 Prozent mehr als ein Jahr davor; dabei verteuerten sich feste Brennstoffe um 4,9 Prozent, Fernwärme um 1,0 und Strom um 0,2 Prozent; Gas kostete 0,5 Prozent weniger, Heizöl um 1,2 Prozent weniger. "Bekleidung und Schuhe" erwiesen sich im Jahresabstand als moderater Preisdämpfer mit -0,2 Prozent; dabei wurden Bekleidungsartikel um 0,5 Prozent günstiger, und Schuhe kosteten um 0,3 Prozent weniger.   Im Monatsvergleich lag das heimische Preisniveau im Mai um 0,3 Prozent höher. "Freizeit und Kultur" war dabei mit +0,7 Prozent der Hauptpreistreiber - vor allem wegen der um 3,1 Prozent teureren Pauschalreisen. Der größte Preisdämpfer von April auf Mai war der Bereich "Bekleidung und Schuhe" mit -0,2 Prozent; Bekleidung wurde 0,2 Prozent billiger, Schuhe um 0,3 Prozent.  

Österreich in der EU an der Spitze

Österreich verzeichnete im Mai mit 1,5 Prozent die höchste Inflationsrate in der EU. Der Durchschnitt aller 28 EU-Staaten lag im Vergleich zum April bei 0,6 Prozent, in der Eurozone betrug die Preissteigerung 0,5 Prozent, geht aus den am Montag veröffentlichten neuen Zahlen von Eurostat hervor.

Die niedrigste Date mit einer negativen Inflation von -2,1 Prozent wies Griechenland auf. Hinter Österreich folgten Luxemburg (+1,4 Prozent), Rumänien (+1,3 Prozent), Finnland und Slowenien (je +1,0 Prozent), Belgien, Frankreich und Lettland (je +0,8 Prozent), Deutschland und Estland (je +0,6 Prozent). Eine negative Inflation wiesen neben Griechenland noch Bulgarien (-1,8 Prozent), Portugal (-0,3 Prozent) und Zypern (-0,1 Prozent) auf.

(APA)