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Apple legt Streit mit Verbrauchern um E-Book-Preise bei

A man reads the bible from an iPad mini at the ´Christ is the Answer International Ministries´ group´s camp near Florence
(c) REUTERS (� Max Rossi / Reuters)
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Wegen Preisabsprachen hatten US-Kläger 840 Mio. Dollar gefordert. Die Details der außergerichtlichen Einigung sind nicht bekannt.

Der US-Computerkonzern Apple hat einen Streit mit Verbrauchern und mehreren US-Bundesstaaten über Preisabsprachen für digitale Bücher gütlich beigelegt. Wie am Dienstag aus den Gerichtsunterlagen hervorging, wurde am Montag eine entsprechende Grundsatzeinigung erzielt. Diese muss das Bezirksgericht in New York noch absegnen.

Details der Einigung - wie viel Apple also zahlen wird - wurden zunächst nicht bekannt.

Die Kläger hatten 840 Mio. Dollar (620,75 Mio. Euro) Entschädigung von Apple gefordert - das Dreifache der Summe, die den Verbrauchern ihrer Ansicht nach durch die überhöhten Preise entstand. Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht in New York Apple wegen der Preisabsprachen schuldig gesprochen. Apple beteuerte, nie gegen Wettbewerbsregeln verstoßen zu haben.

Verträge mit fünf großen Verlagen

In dem Verfahren legte das US-Justizministerium Apple zur Last, Ende 2009 und Anfang 2010 vor der Markteinführung des iPads mit fünf großen Verlagen Verträge für digitale Bücher abgeschlossen zu haben, die zulasten der Verbraucher gingen. Damals wurde der E-Book-Markt vom Online-Händler Amazon beherrscht, der Bestseller für seine Kindle-Lesegeräte zum Missfallen der Verlage deutlich günstiger verkaufte als die gedruckten Exemplare in Buchläden.

Während Amazon selbst die Preise setzte, bot Apple den Verlagen Verträge mit einer Preisbindung an. Bei diesem Modell konnten die Verleger die Preise bestimmen, im Gegenzug erhielt Apple eine Kommission von 30 Prozent. Anschließend setzten die Verlage auch bei Amazon und anderen E-Book-Anbietern eine Preiserhöhung durch.

Die fünf Verlage Hachette, HarperCollins, Simon and Schuster, Penguin und Macmillan erklärten sich zu millionenschweren Vergleichen bereit. Apple ließ es dagegen auf das Gerichtsverfahren ankommen.

 

(APA/AFP)