Wenig Bewegung bei den Wohnungsmieten, aber deutliche Steigerungen bei Büros zeigt eine aktuelle Untersuchung der Immobilienpreise. Während die sogenannten Richtwertmieten (bundesweit etwa 300.000 Haushalte) konstant geblieben sind, sollen seit Frühjahr 2007 frei vereinbarte Mieten in Wien um lediglich 1,4 Prozent gestiegen sein.
Heftige Preissteigerungen - nämlich um 3,4 Prozent - hat es offenbar bei den Wiener Büros gegeben, geht aus den am Donnerstag veröffentlichten neuesten Daten der Austria Immobilienbörse (AIB) und der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hervor.
Die Preise für Eigentumswohnungen sollen in diesem Zeitraum sogar teils deutlich zurückgegangen sein: Gebrauchte Wiener Eigentumswohnungen sollen seit März 2007 um 1,8 Prozent, neue um 1 Prozent billiger geworden sein. In den Bundesländern verbilligten sich die gebrauchten Wohnungen in ähnlichem Ausmaß. Neue Eigentumswohnungen wurden geringfügig teurer. Die Preise für Einfamilienhäuser sind leicht gestiegen (Wien) bzw. spürbar gesunken. Die Baugründe für Einfamilienhäuser in Wien sollen binnen Jahresfrist dagegen um sage und schreibe acht Prozent geklettert sein. Bei den Preisen für gebrauchte Eigentumswohnungen sind in der Bundeshauptstadt die Bezirke 3, 4, 9, 12 und 22 teuerer geworden, während sich die Bezirke 5, 7, 10, 14 und 20 verbilligten.
Die Daten kommen von der Austria Immobilienbörse AIB, einem Netzwerk österreichischer Immobilientreuhänder und der Nationalbank. Sie werden von Wolfgang Feilmayr vom Fachbereich Stadt- und Regionalforschung an der TU Wien zu einem Immobilienindex verarbeitet. Die aktuellsten Daten stammen aus dem Februar 2008.
(APA)