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UBS-Manager der Geldwäsche beschuldigt

The logo of UBS bank
(c) REUTERS
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Hat Bank Belgiern Konten in der Schweiz angeboten?

Brüssel/Zürich. Ein führender Manager der belgischen UBS-Niederlassung wurde von einem Ermittlungsrichter in Brüssel offiziell der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung beschuldigt. Es sei jedoch kein Haftbefehl gegen ihn erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft nach mehrstündigen Vernehmungen des Bankers mit.

Der Richter eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, der Geldwäsche, der illegalen Ausübung des Berufs eines Finanzvermittlers sowie der „schweren organisierten Steuerhinterziehung“. Die belgische Niederlassung der Schweizer Bank hat nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in den vergangenen zehn Jahren belgischen Steuerpflichtigen nicht ordnungsgemäß deklarierte Konten in der Schweiz angeboten, um Steuern in Belgien zu vermeiden.

Die finanziellen Auswirkungen der vermuteten Vergehen würden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt, verlautet die Anklagebehörde. Alarmiert worden seien die Ermittler von ehemaligen Compliance-Beauftragten der Bank, die entlassen worden waren oder selbst gekündigt hatten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der beschuldigte Manager wies alle Vorwürfe zurück. Die UBS erklärte auf Anfrage, sich voll an die Gesetze zu halten und keine Aktivitäten zu tolerieren, „die dazu dienen, Kunden bei der Umgehung ihrer Steuerpflichten zu unterstützen“. (APA/DPA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.06.2014)