„Start-up-Steckbrief“: Die Frische Fritzen liefern Müsli frisch auf den Tisch

Jeden Mittwoch stellen die Initiative i2b und „Die Presse“ ein junges heimisches Unternehmen vor. Zum Lust bekommen, Mut machen und Lernen von denen, die sich getraut haben.

Die Idee
Die Frische Fritzen liefern frisches, ready-to-eat Bio-Müsli direkt an Mitarbeiter in Unternehmen und an Schüler in Schulen.

Was ist neu daran

Erstens, der Mix aus Überraschungseffekt (was kommt heute?) und Sicherheit, dass das Müsli auch wirklich dem eigenen Geschmack entspricht. Man kreuzt online aus acht Müslis (aus Naturjoghurt, ungesüßtem Fruchtmus, hochwertigen Getreideflocken, frischen Früchten, Kokosflocken, Nüssen u.v.m.) jene an, die einem schmecken und erstellt eine Wunschliste. Welches Müsli dann kommt, weiß man im Vorhinein nicht. Die Präferenzen kann man jederzeit ändern.

Zweitens, die Zustellung: Die Bestellung einer Firma oder Schule wird zum vereinbarten Zeitpunkt angeliefert, im Mostviertel etwa Dienstag und Donnerstag zu einer fixen Uhrzeit. Jedes Müsli trägt ein Namensetikett und steckt in einer Schachtel für die jeweilige Abteilung oder Schulklasse. Die Verrechnung erfolgt mittels Bankeinzug. Ein Einzelmüsli kostet 3,50 Euro, ein Schülermüsli 2,50 Euro. Vielfach stützen Unternehmen den Preis im Rahmen ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung.

Was die Gründer heute anders machen würden

Im Rahmen ihres letzten Bachelor-Jahres an der FH Wieselburg erarbeiteten die drei Gründer – Florian Bertlich, Alberto Nodale und Julia Ramsmaier – ihre Idee eines Müsli-Standes, ähnlich einem Eis-Stand. Nach langen Recherchen und üppigen Konzepttests fanden sie heraus, dass es den Leuten lieber wäre, das Müsli käme direkt zu ihnen auf den Schreibtisch. Sie mussten die Idee, in die sie so verliebt waren, fallen lassen und ihr Konzept komplett auf den Kopf stellen. Heute meinen sie, damit viel Zeit verloren, dafür aber auch Markt und Kunden besser verstehen gelernt zu haben.

Ende 2013 starteten die Frische Fritzen mit den ersten Firmenkunden im Raum Wieselburg. Von einer Kundin kam die Idee, das Konzept auf Schulen auszuweiten – ein Müsli zur Jause ist besser als jeder Junk-Food-Snack. Für die Kinder wurden kleinere, ebenfalls recycelbare Verpackungen entwickelt. Heute werden zehn Schulen von Melk bis Amstetten beliefert.

Das nächste Ziel

St. Pölten und Wien natürlich, was sonst! Im Augenblick wird mit Hochdruck an der Expansion gearbeitet. Ab 1. Juli liegt Wien fix auf der Route.

Kontakt

Frische Fritzen OG
Zeiselgraben 4, 3250 Wieselburg
E-Mail: hallo@frischefritzen.at
Tel.: 07416/53000-780
www.frischefritzen.at

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