Sparkurs: Bundesheer verschiebt Waffenübung

Bundesheer - Militärkommando Burgenland muss Milizübung verschieben
SoldatAPA/HERBERT NEUBAUER

Wegen der angespannten Budgetsituation wird eine Übung des Militärkommandos Burgenland nicht wie geplant im Herbst stattfinden.

Die von SP-Verteidigungsminister Gerald Klug wegen der angespannten Budgetsituation angekündigte Neuausrichtung des Bundesheeres auf "einsatzwahrscheinliche Aufgaben" wirkt sich auch im Übungsbetrieb aus: So findet eine für September geplante Beorderte Waffenübung des Militärkommandos Burgenland vorerst nicht statt. Im Militärkommando bestätigte man am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des "Standard".

Rund 60 beorderte Milizsoldaten vom Stab des Militärkommandos - Offiziere, Unteroffiziere und Chargen - sollten an der Übung teilnehmen. Laut "Standard" war Ausbildungsziel unter anderem Katastrophenhilfe bei einem großflächigem Stromausfall, einem sogenannten Blackout. Die Übung soll nun im Lauf des kommendes Jahr stattfinden. Einen Zeitpunkt gebe es noch nicht, dies würden die Planungen für das nächste Jahr ergeben. "Sie ist nicht aufgehoben, sie ist nur aufgeschoben", sagte Oberst Johann Hamedl vom Militärkommando Burgenland.

Ministerium spricht von Einzelfall

Das Verteidigungsministerium sieht in der Verschiebung einen Einzelfall. Andere Übungen würden wie geplant stattfinden, sagte ein Ressortsprecher. Eine Verschiebung sei "grundsätzlich nichts Außergewöhnliches" und müsse auch nicht unbedingt mit Sparzwängen zu tun haben.

Unbestritten bleibt aber das Sparprogramm beim Heer. Auch die vergangene Woche zu Ende gegangene Großübung "Schutz 2014" war etwas abgespeckt, nämlich ohne Luftstreitkräfteübung, über die Bühne gegangen. Die Flugshow "Airpower" wurde für 2015 abgesagt. Gespart wird auch bei Flugbenzin, Fahrzeuge werden ab einer bestimmten Reparaturkostengrenze entsorgt.

Und auch bei der Leistungsschau des Heeres am Nationalfeiertag ist heuer Zurückhaltung angesagt. Was das für die Veranstaltung konkret heißt, kann aber noch nicht präzisiert werden, die Planungen laufen laut Ministerium derzeit.

(APA)