Trautes Heim mit steiler Frisur

Österreichers Befinden zu bestimmten Dachformen.

Wenn man sich in der jüngeren Generation von Einfamilienhäusern umsieht, könnte man zum Schluss kommen, dass kompliziertere, steilere Dachformen aus der Mode sind. Walmdach, Satteldach und deren Derivate – das bedienen vielleicht die Traditionalisten oder Nostalgiker auf dem Fertighaussektor. Aber das moderne Architektenhaus? Da erscheint vor unserem geistigen Auge als Kubus mit Flachdach. Ein Haus mit Glatze, oder um beim Bild zu bleiben, mit einem Haarkranz – der Dachterrasse.

Nun stimmt das Bild mit der Wirklichkeit nicht ganz überein. Architekten spielen sehr wohl und wieder öfter mit den unterschiedlichen Varianten des geneigten Daches. Sie treffen damit den Nerv potenzieller Auftraggeber, zumal aus einer Umfrage (meinungsraum.at, 1000 Personen) das geneigte Dach als Österreichers Liebling hervorging. So ganz blank muss es also nicht sein: Man trägt auch gern Mittelscheitel.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.06.2014)

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