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ÖIAG-Aufsichtsrat: Ederer kritisiert Bestellung von Wolf

APA/HANS KLAUS TECHT
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Die Eigentümerinteressen im ÖIAG könnten gar nicht vom Eigentümer wahrgenommen werden, sagte das Ex-Siemens-Vorstandsmitglied.

Die Bestellung des Spitzenmanagers Siegfried Wolf zum Aufsichtsratschef der Staatsholding ÖIAG sorgt weiter für Ärger. Brigitte Ederer, vor kurzem noch Europachefin des Weltkonzerns Siemens und Mitglied des ÖIAG-Aufsichtsrates, kritisiert die Entscheidungsfindung hart. So wie es jetzt sei, könnten die Eigentümerinteressen gar nicht vom Eigentümer wahrgenommen werden, so Ederer am Donnerstag.

Sie habe sich bei der Abstimmung über Wolf im Aufsichtsrat enthalten, weil sie sich die Vorsitzführung von Wolf erst ansehen möchte, sagt Ederer im "Ö1-Mittagsjournal". Sie verstehe dabei grundsätzlich nicht, "dass der Eigentümer nicht seine Eigentümerinteressen wirklich wahrnimmt, sondern sich der Aufsichtsrat selbst erneuert. Kein Mensch, der eine Firma besitzt, würde zugestehen, dass seine Firma einen Aufsichtsrat hat, der nicht von ihm in irgendeiner Form gestaltet wird". Die Regierung habe sich schließlich eine Reform der ÖIAG vorgenommen und müsste eigentlich die strategischen Entscheidungen treffen.

(APA)