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Kritik an Auszeichnung für Mel Gibson

´Die Passion Christi´
In Mel Gibsons "Die Passion Christi" geht es sichtbar brutal zu. Vertreter jüdischer Gemeinden sind nun beunruhigt, weil Gibson geehrt werden soll.(c) dpa (Philippe Antonello/Constantin)
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Gibson soll beim Filmfestival von Karlsbad für seine Verdienste um das Weltkino geehrt werden. Sein Film "Die Passion Christi" beunruhigt jüdische Gemeinden.

Die geplante Ehrung des Schauspielers Mel Gibson mit dem Karlsbader Kristallglobus für außerordentliche Verdienste um das Weltkino beunruhigt die Föderation der jüdischen Gemeinden in Tschechien. Das Filmfestival von Karlsbad (Karlovy Vary) drohe zu einer Plattform für "feindliche, xenophobe und antisemitische Meinungen" zu werden, teilte deren Vorsitzender Petr Papousek am Donnerstag in Prag mit.

Papousek kritisierte, dass Gibsons Film "Die Passion Christi" (2004) Juden als böse und blutrünstige Wesen darstelle, die für den Tod Jesu verantwortlich gewesen seien. Der 58 Jahre alte Gibson soll den Kristallglobus am Freitag auf der Eröffnungsfeier des internationalen Filmfestivals persönlich entgegennehmen.

"Wir vergeben keine Auszeichnung für Moral, sondern für Kunst", sagte Festivalpräsident Jiri Bartoska der tschechischen Agentur CTK. Gibson habe sich als Gewinner von zwei Oscars für das Kino verdient gemacht.

(APA)