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Ukrainische Armee nimmt Donezk und Luhansk ins Visier

Blick auf Donezk
Blick auf DonezkEPA
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In der Separatistenhochburg Donezk attackierten prorussische Aufständische einen Militärstützpunkt, um Waffen zu erbeuten.

Bei ihrer "Anti-Terror-Operation" gegen prorussische Aufständische haben ukrainische Regierungskräfte jetzt auch die Großstädte Donezk und Luhansk ins Visier genommen. Der Luhansker Bürgermeister Sergej Krawtschenko sprach am Sonntag von heftigen Gefechten. Bei einem Granatwerferbeschuss seien mindestens ein Kämpfer getötet und vier weitere verletzt worden.

In der Separatistenhochburg Donezk attackierten prorussische Aufständische einen Militärstützpunkt, um Waffen zu erbeuten. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert, sagte Armeesprecher Sergej Starenki. Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Blau-gelbe Flagge in Artjomowsk und Druschkowka

Bei ihrem Vormarsch auf Donezk eroberten Regierungseinheiten zwei weitere Städte aus der Gewalt der militanten Gruppen zurück. Über Artjomowsk und Druschkowka sei wieder die blau-gelbe Flagge des Landes gehisst worden, sagte Verteidigungsminister Waleri Geletej.

Die Armee war zuvor bereits in Kramatorsk und Slawjansk eingerückt, was als größter Erfolg der Truppen in den seit Wochen andauernden Kämpfen gilt. Die Separatisten zogen sich dann nach Donezk zurück.

Die Organisation Human Rights Watch (HRW) warf beiden Seiten in der krisengeschüttelten Region erhebliche Menschenrechtsverletzungen vor. Die Separatisten würden Geiseln nehmen, und beim Bombardement der Armee würden Zivilisten getötet, sagte Aktivistin Tatjana Lokschina.

(APA/dpa)

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