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Rene Benko verhandelt über Karstadt-Kauf

Rene Benko
Rene BenkoDie Presse (Clemens Fabry)
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Der österreichische Investor verhandelt offenbar mit Eigentümer Berggruen über einen Kauf von 70 Prozent der Karstadt-Anteile. Schon jetzt besitzt Benko einige Filetstücke der Warenhauskette.

Schlägt der österreichische Investor Rene Benko bei Karstadt erneut zu? Einem "Bild"-Bericht zufolge verhandelt Eigentümer Nicolas Berggruen mit Benkos Finanzgruppe Signa über einen Verkauf der Warenhaus-Kette. Benko könnte für einen Euro gut 70 Prozent an der strauchelnden deutschen Warenhauskette übernehmen. Signa wollte die Gerüchte bisher weder bestätigen noch dementieren. Benko besitzt bereits die Mehrheit an Karstadt-Sport und mehrere Top-Filialen.

Auch der plötzliche Abgang von Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt stehe in Zusammenhang mit den Verhandlungen, will die "Bild"-Zeitung wissen. Sjöstedt hatte am Montag knapp fünf Monate nach ihrem Amtsantritt das Handtuch geworfen. Die Schwedin sollte den defizitären Konzern mit seinen 83 Warenhäusern auf Kurs bringen und setzte dabei auf die Unterstützung des als Karstadt-Retter gefeierten Berggruen. Sie habe aber feststellen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Sanierung nicht mehr gegeben seien, begründete Sjöstedt ihren Rücktritt.

Rote Zahlen

Karstadt schreibt seit Jahren rote Zahlen und stand 2009 vor der Insolvenz. Berggruen erwarb den Konzern daraufhin für den symbolischen Preis von einem Euro. Noch vor Sjöstedts Amtsantritt trennte er sich von der Mehrheit an zwei Filetstücken des Konzerns.

Benko übernahm die Mehrheit am operativen Geschäft von Karstadt Sports und an den drei Luxuswarenhäusern - das Berliner KaDeWe, das Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München. Benko besitzt zudem zahlreiche Karstadt-Immobilien.

Berggruen hat nunmehr nur noch die Mehrheit am traditionellen Warenhausgeschäft und das braucht spätestens für den Weihnachtseinkauf im Herbst Geld. Metro-Chef Olaf Koch hatte bereits abgewunken - eine Kaufhaus-Allianz mit dem zu Metro gehörenden Kaufhof werde es nicht geben.

>>> Artikel auf "Bild.de"

(APA/Reuters)