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Von 10 Cent auf 20 Dollar: Handel mit Billig-Aktie gestoppt

A sign for the SEC is pictured in the foyer of the Fort Worth Regional Office in Fort Worth
A sign for the SEC is pictured in the foyer of the Fort Worth Regional Office in Fort Worth(c) REUTERS (� Mike Stone / Reuters)
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Sagenhafter Kurssprung. Die US-Börsenaufsicht stoppte den Handel mit der Aktie eines Online-Netzwerks, das nur einen Mitarbeiter hat.

Wenn ein Online-Netzwerk ohne Geschäft und mit nur einem Mitarbeiter auf einmal sechs Milliarden Dollar (4,4 Mrd. Euro) wert ist, sieht das ziemlich verdächtig aus. Die US-Börsenaufsicht SEC drückte jetzt bei dem Papier der Firma Cynk auf die Bremse.

Die Firma Cynk hat keinen Umsatz und weist nur einen Mitarbeiter aus - und dennoch war der Betreiber des völlig unbekannten Online-Netzwerks an der Börse plötzlich sechs Milliarden Dollar wert. Die US-Börsenaufsicht SEC schritt ein und setzte am Wochenende den Handel mit den Aktie zunächst für knapp zwei Wochen aus. So soll verhindert werden, dass bei einem eventuell künstlich aufgeblähten Kurs Anleger zu Schaden kommen.

Von zehn Cent auf über 20 Dollar

Noch Anfang Juni kostete die Cynk-Aktie wie monatelang davor lediglich 10 US-Cent. Dann setzte ein steiles Kurswachstum bei niedrigen Handelsumsätzen ein. Als der Kurs dann binnen drei Tagen von fünf auf zeitweise über 20 Dollar am vergangenen Donnerstag hochsprang, hatte die SEC genug und zog die Notbremse. Auch zum letzten registrierten Preis von 13,90 Dollar wäre Cynk immer noch über vier Milliarden Dollar wert.

Cynks Website Introbiz bezeichnet sich als "Social Marketplace" und verspricht unter anderem Zugang zu Kontaktdaten von Prominenten gegen Bezahlung. Als Geschäftsidee wird angegeben, dass Leute für das Knüpfen sinnvoller Kontakte Geld bezahlen würden. Laut dem letzten eingereichten Geschäftsbericht von November 2013 hatte das Unternehmen noch keinen Umsatz. Bei den späteren fälligen Berichten verpasste Cynk die Fristen. Die Firma hatte laut Börsenunterlagen vier Chefs seit 2008. Der Sitz des Unternehmens soll aktuell die Karibik-Republik Belize sein.

(APA/dpa)