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Rasche Klarheit: Krebsdiagnose aus Wien

Die Med-Uni Wien und das Boltzmann-Institut entwickelten eine neue Software.

Krebserkrankungen früher und vor allem sicherer erkennen: Ein derartiges Verfahren wurde nun vom Ludwig Boltzmann Institut für Krebsforschung (LBI-CR) in Zusammenarbeit mit der medizinischen Universität Wien und der Partnerfirma Tissue Gnostics entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Software, die eine höhere Diagnosesicherheit beim Betrachten von Biomarker-Expressionen erzielt, die auf eine Krebserkrankung hinweisen.

Die Feststellung der Krebserkrankung hängt im Normalfall vom einzelnen Pathologen ab. Die unter der Leitung von Lukas Kenner an der Med-Uni Wien und am Boltzmann-Institut entwickelte Computer-Software verdoppelt die diagnostische Sicherheit. Die Software ist mit einem eigenen Gerät – einem Top-Optikmikroskop von Zeiss – verbunden. Beides wird bereits von dem österreichischen Unternehmen Tissue Gnostics weltweit vertrieben.


Stammzellen von Mäusen. Der Forschungsschwerpunkt von Kenners Arbeitsgruppe liegt schon seit Jahren bei der Herstellung und Analyse von transgenen Tiermodellen zur Ursache und möglichen neuen Therapieformen von Krebs und anderen genetisch determinierten chronischen Erkrankungen. Dabei bilden embryonale Stammzellen der Maus den Ausgangspunkt dieser Modellsysteme.

Der Fokus des CR-Boltzmann-Instituts liegt bei der vergleichenden Krebsforschung, die Wissenschaftler konzentrieren sich auf die Etablierung und Analyse neuer Tiermodelle für Krebserkrankungen, mit vergleichenden Patientenstudien sowie mit neuen Therapiekonzepten.


Novartis-Preis für Team. Das Team Kenner der Boltzmann-Krebsforschung wurde auch durch die Verleihung des diesjährigen Novartis-Preises der Deutschen Gesellschaft für Pathologie ausgezeichnet. Dabei ging es um die Forschung zur PDGFR-Blockade. (ewi)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2014)