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"Pizzeria Anarchia": 1000 Polizisten waren "notwendig"

Räumung der Pizzeria AnarchiaREUTERS
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Während Polizeipräsident Pürstl den Einsatz zur Räumung der "Pizzeria Anarchia" verteidigt, zogen rund 150 Aktivisten durch die Leopoldstadt.

Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl hat den Einsatz von über 1000 Polizisten bei der Räumung der "Pizzeria Anarchia" in Wien-Leopoldstadt am Montag verteidigt. Die hohe Zahl an Einsatzkräften sei für eine "menschenrechtskonforme sowie professionelle Erfüllung dieser Aufgabe notwendig gewesen", erklärte Pürstl gegenüber dem "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe).

Pürstl, der den Einsatz von der Landespolizeidirektion Wien am Schottenring aus leitete, sah die Notwendigkeit daher gegeben, "weil im Vorfeld von einer hohen Gefährdung der Gerichtsorgane, Speditionen und Polizeikräfte auszugehen war". Die Zahl der Einsatzkräfte sei das Ergebnis einer umfassenden Planung." Die Verhältnismäßigkeit eines Einsatzes messe sich nicht an der Zahl der zur Verfügung stehenden Kräfte, sondern an der Form des Einschreitens und des Ergebnisses, sagte der Polizeipräsident weiter.

Wie viele Polizisten genau im Einsatz waren ist weiterhin ungeklärt. Kolportiert wurden 1700 Beamten, diese Zahl wurde von der Polizei nicht bestätigt, Polizeisprecher Roman Hahslinger sprach am Montag von "sicher nicht weniger als 1000".

Ruhige Demonstration

Rund 150 Aktivisten sind am Dienstagabend bei einem Demonstrationszug durch den Bezirk Wien-Leopoldstadt gezogen, um gegen die Räumung des Hauses in der Mühlfeldgasse 12 zu protestieren. Die Demo verlief dabei ruhig und friedlich, berichtete Polizeisprecher Patrick Maierhofer, lediglich ein Böller wurde gezündet.

Seinen Ausgang nahm der Demonstrationszug vor der "Pizzeria Anarchia", wo gegen 18.00 Uhr etwa 30 Aktivisten auf dem Gehsteig saßen, beobachtet von einem Aufgebot der Polizei. Später wuchs die Zahl der Teilnehmer an, weitere Sympathisanten gesellten sich unter anderem beim Donaukanal bei der Kunstmeile "Agora" auf Höhe der Schwedenbrücke zu den Teilnehmern. Mit einigen Transparenten wie "Recht auf Stadt - Pizza bleibt" ausgerüstet, ging es zuerst über den Ring und später Richtung Praterstern.


(APA)