LG G Watch
Die erste Uhr mit Android Wear im Test
Technisch ist die G Watch von LG tadellos – die Software steckt aber noch in den Kinderschuhen.
Mit Android Wear hat Google das erste einheitliche Betriebssystem für Smartwatches geliefert und LG ist der erste Hersteller, der ein passendes Gerät auf den Markt bringt. Technisch gibt es hier nicht viel falsch zu machen. Spannend bleibt, was die Software aus der jungen Produktkategorie herausholt.
(c) Presse Digital (Sara Grasel)
Die Uhr besteht im Wesentlichen aus einem kleinen Touchscreen, der per Niedrigenergie-Bluetooth mit einem aktuellen Android-Smartphone verbunden wird. Ein wenig Mühe geben müssen sich die Hersteller beim Design. Darüber ist schon viel diskutiert und geschrieben worden: Bis dato gibt es keine wirklich elegante, schicke oder dezente Smartwatch und auch die G Watch von LG macht hier keine Ausnahme.
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Immerhin hat sich LG bemüht, das Gehäuse flach und kompakt zu halten und das Band weich und angenehm. Die eigentlich spannende Frage ist aber, ob es der Software gelingt, die optisch wenig ansprechende Uhr am Handgelenk zu rechtfertigen oder sogar zu einem Must-have zu machen.Im Bild: Klassische Ziffernfelder bietet die Uhr ab Werk kaum - die Auswahl an bunten jugendlichen Digitaluhr-Oberflächen ist groß.
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Die Verbindung zum Smartphone, auf dem das aktuelle Android 4.4 laufen muss, funktioniert über eine App. Über sie können die wichtigsten Einstellungen vorgenommen und Benachrichtigungen aktiviert oder deaktiviert werden.
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Die Uhr vibriert dann jedes Mal, wenn auf dem Smartphone neue E-Mails, Anrufe oder Nachrichten eingehen. Das klingt zunächst praktisch – vor allem, wenn man gerade in einem anderen Raum ist als das Smartphone. Meistens ist Letzteres aber in der Nähe, vielleicht sogar in der Hosentasche. Dann erhält man alle Benachrichtigungen doppelt. Auf dem kleinen Smartwatch-Display können dann die Betreffzeile und einige Worte gelesen werden ...
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... und es gibt die Möglichkeit, die Nachricht von der Uhr aus auf dem Smartphone zu öffnen.
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„Ab Werk“ bietet die Smartwatch zudem einen Schrittzähler, ...
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... einen Kompass, ...
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... und Google Now, einen schlauen digitalen Assistenten. Einerseits liefert Google manche Informationen selbstständig. Zum Beispiel das aktuelle Wetter ...
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... oder die schnellste Route nach Hause, wenn man gerade unterwegs ist.
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Benötigt man eine der Informationen oder Benachrichtigungen nicht mehr, wird die entsprechende Karte einfach nach rechts aus dem Rahmen geschoben.
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Zudem kann man Google Now Befehle geben oder Fragen stellen – ähnlich wie Apples iPhone-Assistenten Siri. Die Frage „Ok, Google, habe ich morgen Termine?“ wollte die Smartwatch jedoch nicht verstehen. Per Sprachbefehl lassen sich beispielsweise auch SMS versenden. Vorausgesetzt, man hat keine unerwünschten Zuhörer.
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Fast alles kann auf der Uhr nur über Sprachbefehle gesteuert werden. Um in der Öffentlichkeit seiner Uhr laut und deutlich eine persönliche oder eine berufliche Notiz anzusagen, braucht es allerdings eine gehörige Portion Schamlosigkeit.
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Termine können auf Deutsch noch nicht per Sprache abgefragt werden, dazu muss sich der Nutzer in jedem Fall durch das Menü tapsen.
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Die Grundfunktionen der Uhr sind eine nette Spielerei – keine davon unentbehrlich oder ungewöhnlich praktisch. Für Android Wear gibt es aber eine wachsende Anzahl an Apps. Aber auch hier fehlt es bis jetzt an einem „Killer Feature“.
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Fast alles scheint auf dem größeren Smartphone-Display komfortabler. Es gibt Ausnahmen. Sport-Apps zum Beispiel sind am Handgelenk praktischer als in der Hosentasche. Noch sind diese Ausnahmen aber nicht genug, um die Smartwatch zum Massenmarkt zu machen. Allen Interessenten sei daher geraten, mit einem Kauf noch ein wenig abzuwarten.
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