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''Wir haben so gehofft, dass unsere Barbara es schafft''
Die verstorbene Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wird über die Partei- und Politikgrenzen hinweg als "glühende Demokratin" und "große Staatsfrau" gewürdigt.
Österreichs Politik zeigt sich erschüttert über den Tod von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Über die Parteigrenzen hinweg äußern Politiker ihre Betroffenheit über den Tod der Nationalratspräsidentin.
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Bundespräsident Heinz Fischer erklärte: "Die Nachricht erfüllt uns mit tiefster Traurigkeit. Barbara Prammer war eine der großen Frauenpersönlichkeiten im öffentlichen Leben unseres Landes und auch über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt und geschätzt. Sie war eine engagierte und unbestrittene Präsidentin des österreichischen Nationalrats, eine führende Sozialdemokratin und eine absolut integre Politikerin, der ich mich auch persönlich sehr verbunden fühlte."
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Bundeskanzler Werner Fayman (SPÖ) sagte: "Ihr früher Tod hinterlässt große Betroffenheit und Trauer. Barbara Prammer war eine bedeutende Sozialdemokratin, engagierte Frauenpolitikerin, große Demokratin und seit 2006 eine hervorragende Nationalratspräsidentin. Sie sah sich selbst als Kind der Kreisky-Zeit und hat nie aufgehört, an eine Zukunft zu glauben, in der soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit zur Selbstverständlichkeit geworden sind."
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VP-Vizekanzler Michael Spindelegger teilte mit: "Zeit ihrer politischen Laufbahn hat Barbara Prammer in verschiedenen Funktionen auf Landes- und Bundesebene gewirkt, in denen sie lösungs- und konsensorientiert für die Menschen in diesem Land gearbeitet hat. " Prammer sei "über die Parteigrenzen hinweg für ihre Arbeit wertgeschätzt worden".
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Der frühere Bundeskanzler Viktor Klima (SPÖ) - er holte Prammer 1997 als Frauenministerin in sein Kabinett - erklärte in einem Statement: "Mit Barbara verliert Österreich eine Frau, die sich ganz besonders intensiv für andere Menschen eingesetzt hat und ein tiefes Gespür für Ungerechtigkeit entwickelt hat, der sie Zeit ihres politischen Lebens mit aller Kraft entgegengetreten ist." Er traf die Nationalratspräsidentin im vergangenen Februar und war damals über den Verlauf der Behandlung erfreut: "Umso mehr trifft mich nun die überraschende schreckliche Nachricht von ihrem Tod."
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Auch FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache zeigte sich betroffen. "Es ist überaus traurig, dass ihre schwere Krankheit sie aus einem Leben voll Engagement und Schaffenskraft gerissen hat. Umso bewundernswerter ist es, wie professionell Barbara Prammer zusätzlich zum Kampf gegen den Krebs auch bis zuletzt ihre Aufgaben als Nationalratspräsidentin erfüllt hat."
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"Eine herausragende Persönlichkeit, eine glühende Demokratin und ein liebenswerter Mensch ist von uns gegangen", erklärte die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig. "Barbara Prammer war Vorbild, Vordenkerin und Vorkämpferin zugleich. Mit ihr verliert Österreich eine große Kämpferin für die Rechte der Frauen, Geschichtsaufarbeitung in Österreich, die Rechte von Minderheiten und die Stärkung des Parlamentarismus. Die klaffende Lücke, die Barbara menschlich, politisch und gesellschaftlich hinterlässt, ist Beweis für ihr herausragendes Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz."
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NEOS-Klubobmann Matthias Strolz sagte, mit Prammer verliere das Parlament einen bis zuletzt aufrecht kämpfenden Menschen, dem weit über die Parteigrenzen hinaus Respekt und Ankerkennung entgegengebracht wurde.
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Tief betroffen zeigte sich auch Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur: "Ich habe sie als Kämpferin kennengelernt - für Parlamentarismus, für die Frauen, für ihre Sozialdemokratie - und für das Leben. Leider hat sie diesen ihren Kampf nicht gewinnen können".
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Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbands, sprach von einem "unersetzbaren Verlust für Österreich": "Wir haben so gehofft, dass unsere Barbara es schafft."
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Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) erklärte: "Mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat Oberösterreich eine große Persönlichkeit mit Verdiensten in vielen Politikbereichen verloren". Er erinnerte etwa an die verdienstvolle Arbeit Prammers in der Landespolitik. Sie war von 1991 bis 1995 Zweite Präsidentin des oberösterreichischen Landtages und von 1995 bis 1997 Landesrätin für Naturschutz, Wohnbau und Verwaltungspolizei.
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Volksanwalt Günther Kräuter, früherer SPÖ-Bundesgeschäftsführer, zeigte sich bestürzt: "Ich hatte die Ehre und das Glück viele Jahre mit dieser großartigen Politikerin sehr eng zusammenzuarbeiten." Ihr großes Herz für das Parlament und die Demokratie werden nicht zu ersetzen sein, so Kräuter.
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Die Volksanwältin und frühere ÖAAB-Frauenchefin Gertrude Brinek strich in einer ersten Reaktion Prammers frauenpolitisches Wirken hervor. "Als erste Präsidentin des Nationalrats hat sie eine wichtige Vorbildfunktion für Frauen bekleidet und damit ein Zeichen für Mut und Engagement für alle Frauen gesetzt", erklärte Brinek. Die Nationalratspräsidentin sei "konsequent und kämpferisch, moderat im Ton, aber immer hart in der Sache" gewesen,
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ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: "Barbara Prammer war eine wichtige Stütze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. (...)." Die Nationalratspräsidentin habe sich nachhaltig für den Ausbau der Parlamentsberichterstattung und insbesondere von ORF III eingesetzt, so Wrabetz. Als Vorsitzende des Nationalfonds habe sie auch zahlreiche Dokumentationen zur Aufarbeitung der Zeitgeschichte gefördert. Prammers "unermüdliches Engagement" verdiene allerhöchsten Respekt.
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Die Österreichische Krebshilfe verwies in einer Stellungnahme darauf, dass am österreichischen Parlament, dem einzigen weltweit, am Internationalen Brustkrebstag (1. Oktober) das "Pink Ribbon" angebracht wird - dies verdanke man Nationalratspräsidentin Prammer. Sie habe sich lange vor ihrer eigenen Erkrankung für die Anliegen der Krebshilfe engagiert, hieß es weiter.Das Bild zeigt Barbara Prammer bei der Pink-Ribbon-Festveranstaltung im Jahr 2012.
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Der Bischofsvikar für die Stadt Wien, Dariusz Schutzki, erinnerte in einer Würdigung unter anderem an die Begegnung mit Barbara Prammer im Rahmen der jüngsten Dechantenklausur. Prammer sei damals schon bewusst gewesen, dass sie eine schwere Krankheit habe. "Wir sprachen über verschiedene Angelegenheiten - politischer, sozialer und auch ganz menschlicher Natur. Und auch über den Glauben. Wir haben, daran kann ich mich gut erinnern, ihr unser Gebet versprochen. Möge sie im Frieden ruhen. Jetzt gilt auch der Trost und Beistand der Familie", so Schutzki "Kathpress" gegenüber.
Die Presse
Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) würdigte Prammers Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung. "Wir verlieren mit ihr einen edlen, wertvollen, ganz besonderen Menschen", so IKG-Präsident Oskar Deutsch.
Clemens Fabry (Die Presse)
Georg Kapsch, Präsident der Industsriellenvereinigung: "Ich bin tief erschüttert über das viel zu frühe Ableben unserer Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Mit ihrem Tod verliert Österreich eine große Staatsfrau und einen großartigen Menschen."
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