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OMV-Chef Roiss rechnet mit keinen höheren Gaspreisen

OMV CEO Roiss and Gazprom CEO Miller sign the final deal to build a branch of South Stream gas pipeline ending in Austria, in Vienna
OMV CEO Roiss and Gazprom CEO Miller sign the final deal to build a branch of South Stream gas pipeline ending in Austria, in ViennaREUTERS
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Er schätze die Gazprom als zuverlässigen Partner. Die Gaslager werden bis Anfang Oktober voll sein, zeigt sich Roiss nach Gesprächen zuversichtlich.

Die russischen Gaslieferungen kommen trotz des Bürgerkrieges in der Ukraine bisher unvermindert in Österreich an. "Ich bekomme seit Monaten täglich in der Früh einen Bericht", sagte OMV-Chef Gerhard Roiss am Montag. In all diesen Monaten sei exakt das angekommen, was ankommen sollte, betonte Roiss, der keine Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen Russland auf die OMV sieht.

Er habe am letzten Freitag mit Gazprom gesprochen, sagte Roiss. Dabei sei zu erkennen gewesen, dass sich Gazprom sehr intensiv damit beschäftige, wie man Europa bei verschiedensten Szenarien mit Gas versorgen kann, und nicht damit, wie Russland die Sanktionen kontern könne. "Das ist mein Eindruck in den Gesprächen, die ich führe. Das basiert auch auf dem, was wir 45 Jahre mit Gazprom erlebt haben."

Keine Beunruhigung bei South Stream

Mit einer Verteuerung des russischen Gases rechnet Roiss nicht. Man habe langfristige Verträge mit Gazprom, und Gas sei derzeit im Überfluss vorhanden, daher seien die Börsenpreise niedriger als die in langfristigen Verträgen vereinbarten Preise. Das OMV-Gaslager "ist mit heutigem Tag zu 84 Prozent gefüllt. Ich gehe davon aus, dass wir Ende September, Anfang Oktober den 100-Prozent-Füllstand erreicht haben", sagte Roiss.

Bis es aus Brüssel grünes Licht für die Gaspipeline South Stream gibt, wird noch einige Zeit vergehen, das beunruhigt Roiss aber nicht. "Es gibt in Deutschland die Fortsetzung von Nord Stream, nennt sich "Opal". Die ist heute schon in Betrieb, die haben bis heute mit Brüssel keine Vereinbarung." South Stream sei kein österreichisches Thema, sondern es werde in allen Ländern, durch die South Stream verläuft, ein gemeinsames Regime geben müssen. Das werde wahrscheinlich nicht eine Frage von Monaten sein, sondern länger dauern.

(APA)