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Goldgräber im Fusionsfieber

Massiver Preisanstieg fuer Gold erwartet
APA
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Heuer sind in der Branche Zusammenschlüsse im Umfang von rund 14 Milliarden Dollar angekündigt oder vollzogen worden.

Im Goldbergbau fusionieren die Konzerne, wie seit Jahren nicht mehr. Heuer sind in der Branche laut Bloomberg-Daten bisher Zusammenschlüsse im Umfang von rund 14 Milliarden Dollar angekündigt oder vollzogen worden. Das ist das höchste Volumen seit drei Jahren. Angeführt wird die Liste von der 3,44-Milliarden-Dollar-Übernahme der Osisko Mining Corp. durch Agnico Eagle und Yamana - die größte Transaktion der Branche seit 2010.

Im vergangenen Jahr hat der Goldpreis so deutlich nachgegeben wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Kleine und mittelgroße Produzenten sehen das als Chance: Sie stürzen sich auf Unternehmensanteile, die größere Wettbewerber abstoßen. "Die Jäger haben in den vergangenen sechs Monaten ein Festmahl gehalten", sagte Raleigh Finlayson von Saracen Mineral Holdings, die im Mai die Übernahme der stillgelegten"Thunderbox"-Operationen von OAO GMK Norilsk Nickel in Australien abschlossen.

Auch andere große Unternehmen konzentrieren ihr Geschäft: Die Barrick Gold Corp. betreibt mittlerweile nur noch 19 Bergwerke, im Vorjahr waren es 27. Der Rest wurde entweder verkauft oder geschlossen.

Analysten: Goldpreis könnte auf 1050 Dollar fallen

Nach zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, in denen Gold sich verteuerte, könnte das Edelmetall bis Ende 2014 auf 1050 Dollar die Unze fallen, vermuten die Analysten von Goldman Sachs. Im ersten Halbjahr mussten für eine Unze im Durchschnitt 1290,64 Dollar gezahlt werden.

Konzerne, die sich von weiteren Aktivitäten trennen möchten, haben möglicherweise nicht mehr lange Gelegenheit dazu, denn jedes Abbröckeln des Goldpreises würde die Bewertung der Bergwerke treffen, meint David Coates, Analyst bei CIMB Group Holdings in Sydney.

(Bloomberg)