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2000 Europäer kämpfen im Irak und in Syrien

Mit Sandalen und Kalaschnikow: Ein IS-Kämpfer im syrischen Raqqa
Mit Sandalen und Kalaschnikow: Ein IS-Kämpfer im syrischen RaqqaREUTERS
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Alleine 900 Franzosen haben sich den Terrormilizen des "Islamischen Staates" angeschlossen. 400 der "Gotteskrieger" sind aus Deutschland, 100 aus Österreich.

Immer mehr junge Muslime aus Europa schließen sich Extremisten im Irak und in Syrien an, vor allem der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Laut den jüngsten Zahlen der europäischen Kommission kämpfen rund 2000 Islamisten aus den EU-Ländern in den Reihen der Jihadisten.

Alleine 900 von ihnen sind Franzosen, die in Irak und in Syrien für den IS kämpfen, wie Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch gegenüber dem Radiosender France Info bekanntgab. Diese Zahl, übertrifft alle Befürchtungen. Die Reisenden in Sachen Jihad würden von der Terrormiliz angeworben und an alle Orte geführt, an denen diese in Kampfhandlungen verwickelt sei.

Deutschland: Extremistenszene unterschätzt

In den vergangenen Wochen hat vor allem eine Gruppe deutscher Staatsbürger aus dem Städtchen Dinslaken für Aufsehen gesorgt, die in den Reihen des "Islamischen Staates" kämpft. Einer der deutschen Jihadisten postete ein Foto im Internet, das seinen Kompagnon mit einem abgeschnittenen Kopf zeigte. Die Dinslakener Extremisten-Szene war von den Behörden völlig unterschätzt worden. Kürzlich soll einer der Dinslakener Jihadisten bei einem Selbstmordattentat 20 kurdische Peshmerga-Kämpfer getötet haben, als er mit seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in einen Kontrollposten gefahren war.

Die Zahl der Islamisten, die aus Deutschland in das Bürgerkriegsland Syrien ausgereist sind, wird vom Verfassungsschutz mittlerweile auf 400 beziffert. Sie ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen. Zahlreiche der zuvor ausgereisten Islamisten sind laut Verfassungsschutz wieder in Deutschland, wie die "Tagesschau" berichtete. Rund 100 sollen mittlerweile wieder in Deutschland zurück sein. "Unter den zurückgekehrten Dschihadisten sind auch etwa 25 Personen, die Kampferfahrung in Syrien gesammelt haben", zitierte die ARD Verfassungsschutzchef Hans Georg Maaßen.

100 Kämpfer aus Österreich

Auch Österreicher beteiligen sich immer wieder im syrischen Bürgerkrieg. Von insgesamt 2000 islamistischen Kämpfern aus Europa sollen 2013 immerhin 100 aus Österreich gekommen sein, wie es bei der Präsentation des Verfassungsschutzberichts Ende Juni hieß. Im Jahr davor sollen es bloß zwischen 30 und 40 gewesen sein. Heimgekehrt sind 44. Letztere Gruppe gilt als potenziell gefährlich, da eine „mögliche ausgereifte Radikalisierung ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Österreich“ darstelle.

(APA/Red.)