Kein ATX-Plus zum verlängerten Wochenende

Im freundlichen Umfeld verfehlte der ATX ein Tagesplus nur haarscharf. Banken, Wienerberger und Andritz als Spielverderber.

Wien. Die Wiener Börse hat am heutigen Donnerstag bei unterdurchschnittlichem Volumen mit knapp behaupteter Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Mittwoch-Schluss (2.270,57) um 0,27 Punkte oder 0,01 Prozent auf 2.270,30 Zähler. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,20 Prozent, DAX/Frankfurt +0,40 Prozent, FTSE/London +0,51 Prozent und CAC-40/Paris +0,41 Prozent.
Gegenüber Ultimo 2013 liegt der ATX per heute 276,24 Punkte oder 10,85 Prozent im Minus. Der ATX Prime schloss mit einem Plus von 0,06 Prozent oder 0,71 Punkten bei 1.140,48 Einheiten.

Die freundliche Stimmung an der Wall Street half heute phasenweise über die schwachen europäischen Konjunkturdaten hinweg. Von Deutschland bis zur gesamten Eurozone waren die Wirtschaftswachstumsdaten hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hatten am Vormittag für ein negatives Sentiment gesorgt. Am Nachmittag stützten dann die Gewinne in New York zum US-Handelsauftakt. Bis Handelsende musste der ATX seine Gewinne aber wieder abgeben.

Unter den Einzelwerten schlossen Post-Aktien nach Vorlage von Zahlen mit einem kräftigen Plus von 1,91 Prozent auf 36,35 Euro. Der Logistikkonzern im ersten Halbjahr 2014 bei einem nahezu konstanten Umsatz etwas weniger Gewinn gemacht. Das Periodenergebnis reduzierte sich im 1. Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,8 Prozent auf 73,6 (76,6) Mio. Euro. Der Umsatz ging um 0,1 Prozent auf 1,172 Mrd. Euro zurück. Analysten hatten mit Ergebnissen in dieser Größenordnung gerechnet.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Mittwochabend - wie bereits im Juni vor Beschluss des Hypo-Gesetzes angedroht - das Rating für die österreichischen Bankenschwergewichte Erste Group, RZB und Bank Austria gesenkt. Erste Group gaben 0,36 Prozent auf 19,13 Euro nach und die an der Wiener Börse notierte zum Raiffeisen-Konzern zählende Raiffeisen Bank International (RBI) verlor 0,78 Prozent auf 19,00 Euro. Zudem hatten die Analysten von Kepler Cheuvreux ihr Kursziel für RBI von 33,0 auf 27,0 Euro gesenkt. Das Votum lautet aber weiterhin "Buy".

Verluste mussten auch Andritz hinnehmen, die 0,56 Prozent auf 42,40 Euro fielen. Am oberen Ende befestigten sich Verbund 1,66 Prozent auf 14,74 Euro und Immofinanz schlossen 1,39 Prozent höher bei 2,34 Euro. voestalpine legten um 0,23 Prozent auf 31,07 Euro zu.

Das Tageshoch erreichte der ATX gegen 12.30 Uhr mit 2.279,73 Zählern. Das Tagestief lag knapp vor 10.24 Uhr bei 2.261,99 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 19 Titel mit höheren Kursen, 17 mit tieferen und zwei unverändert. In einer Aktie kam es zu keiner Kursbildung.

Gehandelt wurden im prime market 5.701.457 (Vortag: 5.881.609) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Erste Group mit 666.959 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 138,303 (151,998) Mio. Euro zu Stande, wovon 25,57 Mio. Euro allein auf Erste Group entfielen.

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