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Aufregung nach Bombenfund mitten in der Stadt Salzburg

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APA
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Nachdem am Mittwoch bei Bauarbeiten ein Kriegsrelikt entdeckt wurde, musste der gesamte Kapuzinerberg gesperrt werden.

Eine bei einer Baustelle auf dem Kapuzinerberg mitten in der Stadt Salzburg gefundene Fliegerbombe hat am Mittwoch den ganzen Nachmittag über die Polizei auf Trab gehalten. Das Kriegsrelikt war bei Grabungsarbeiten gefunden worden. Nach Stunden stellten die Experten des Entminungsdienstes schließlich fest, dass es sich nur mehr um zwei Drittel einer 500-Kilo-US-Fliegerbombe ohne Zünder handelte.

Gegen 11.30 Uhr hatte ein Bagger beim Haus Kapuzinerberg 8, das derzeit ebenso wie das Nachbarhaus unbewohnt ist und oberhalb der Arenbergstraße steht, das Kriegsrelikt freigelegt. Die bei der Baustelle beschäftigten Unternehmen stellten die Arbeiten unverzüglich ein und alarmierten die Polizei. Diese schickte einen sachkundigen Beamten zur Fundstelle. Die große Bombe steckte fast zur Gänze noch im Erdreich, sodass zunächst nicht klar war, um welche Art es sich handelt und ob und mit welchem Zünder sie versehen ist.

Die Polizei räumte daher sicherheitshalber den gesamten Kapuzinerberg. Sämtliche Aufstiege wurden gesperrt. Mit dem Hubschrauber Libelle wurde nach Wanderern gesucht, eine Gruppe Polizeischüler durchkämmte außerdem das Gebiet, um Wanderer oder Spaziergänger zu warnen und vom Berg zu schicken. Drei Häuser, die sich in rund 100 Metern Entfernung zum Fundort befinden, wurden ebenfalls evakuiert.

Sperrzone vorbereitet

Nachdem sich die Entminungsexperten ein Bild von der Lage gemacht hatten, bereitete die Polizei im Umkreis von 350 Metern eine sogenannte Sperrzone mit Platzverbot vor. Diese musste aber letztlich nicht aktiviert werden. Denn gegen 18.00 Uhr kam die Entwarnung, nachdem die Bombe freigelegt war: Das vordere Drittel des Kriegsreliktes und auch ein Zünder haben gefehlt. Bei dem Fund hat es sich also um einen Teil einer 500-Kilo-Fliegerbombe der USA gehandelt, die bereits im Krieg teilweise explodiert war, sagte Polizei-Sprecher Anton Schentz. Diese Bombe hatte seinen Angaben zufolge ursprünglich 280 Kilo Sprengstoff in sich, in den unversehrten Kammern seien heute noch rund 150 Kilo gefunden worden. Da aber kein Zünder mehr vorhanden war, sei dieser nicht mehr gefährlich gewesen. Dass es bei einer Fliegerbombe zu einer sogenannten Teilversetzung (teilweise Explosion, Anm.) komme, sei zwar unüblich, könne aber vorkommen.

(APA)