Back in Black: ATX macht Boden gut

Die RBI-Aktie hebt ab und das freundliche Umfeld nach guten US-Daten besorgt den Rest.

Wien. Die Wiener Börse hat am heutigen Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit sehr fester Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX stieg gegenüber dem Mittwoch-Schluss (2.274,24) um 28,6 Punkte oder 1,26 Prozent auf 2.302,84 Zähler. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,42 Prozent, DAX/Frankfurt +0,88 Prozent, FTSE/London +0,31 Prozent und CAC-40/Paris +1,21 Prozent.
Gegenüber Ultimo 2013 liegt der ATX per heute 243,70 Punkte oder 9,57 Prozent im Minus. Der ATX Prime schloss mit einem Plus von 1,21 Prozent oder 13,84 Punkten bei 1.157,24 Einheiten.

Schon am Vormittag zog der heimische Leitindex trotz enttäuschender Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich und der Eurozone an. Stützend wirkten dagegen die entsprechenden Zahlen aus Deutschland. Am Nachmittag überzeugten dann auch noch einige US-Konjunkturdaten.

Im ATX standen vor allem die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) im Fokus der Anleger. Nachdem die Bank einen Halbjahresgewinn von 344 Mio. Euro und damit deutlich über den Analystenerwartungen gemeldet hatte, schlossen die Papiere um satte 11,26 Prozent fester bei 20,75 Euro. Die Experten der Citigroup verwiesen auf einen "Rebound-Effekt" der Aktie nach den jüngsten Kursverlusten aufgrund des hohen Engagements der Bank in der Ukraine und Russland.

Bei der Deutschen Bank hieß es, dass die negativen Folgen von dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland doch länger brauchen dürften um auf das Ergebnis zu wirken. Die Credit-Suisse-Analysten warnten allerdings mittelfristig aufgrund der geopolitischen Risiken vor zu viel Optimismus. Erste Group, deren Aktien sich bis Mittag kaum bewegt hatten, schlossen 1,02 Prozent bei 19,23 Euro höher.

Die weiteren Schwergewichte gingen dagegen mit leichten Verlusten aus dem Handel. Andritz verbilligten sich 0,15 Prozent auf 42,25 Euro, voestalpine gaben 0,19 Prozent auf 31,49 Euro nach und OMV sanken 0,30 Prozent auf 28,71 Euro.

Lenzing befestigten sich 4,72 Prozent auf 46,24 Euro und waren damit zweitbester ATX-Wert hinter Raiffeisen. Der Gewinn des Faserherstellers hat sich im ersten Halbjahr 2014 von 45,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 15,2 Mio. Euro klar verringert. Ein Analyst der Raiffeisen Centrobank (RCB) hatte zwar mit einer positiven Reaktion der Aktie auf die Zahlen gerechnet, da sie etwas über den Erwartungen lagen, das Ausmaß der Kursgewinne sei allerdings auch für ihn überraschend.

Das Tageshoch erreichte der ATX gegen 16.40 Uhr mit 2.309,88 Zählern. Das Tagestief lag zu Sitzungsbeginn bei 2.273,42 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 24 Titel mit höheren Kursen, 13 mit tieferen und zwei unverändert.

Gehandelt wurden im prime market 5.075.435 (Vortag: 4.209.940) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Raiffeisen mit 1.449.645 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 164,084 (110,442) Mio. Euro zu Stande, wovon 58,30 Mio. Euro allein auf Raiffeisen entfielen.

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