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UNO: Bereits über 190.000 Tote im syrischen Bürgerkrieg

Syrische Truppen.
Syrische Truppen.(c) APA/EPA/YOUSSEF BADAWI (YOUSSEF BADAWI)
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Laut UNO-Angaben gibt es bereits mehr als 190.000 Tote seit Ausbruchs des Bürgerkriegs in Syrien. Zahlreiche Tötungen seien allerdings gar nicht registriert worden.

Im syrischen Bürgerkrieg sind nach UNO-Angaben bereits weit mehr als 190.000 Menschen umgekommen. Eine Erhebung von Datenspezialisten im Auftrag des UNO-Menschenrechtsrates kommt für den Zeitraum von März 2011 bis Ende April 2014 auf 191.369 bestätigte Todesfälle. Die Zahl der Todesopfer habe sich innerhalb eines Jahres verdoppelt, erklärte die UNO-Hochkommissarin Navi Pillay am Freitag in Genf.

Wahrscheinlich seien noch weit mehr Syrer durch den Krieg umgekommen, führte sie aus. Für die Erfassung hätten die Datenexperten aus Angaben zu mehr als 318.000 Todesfällen nur jene berücksichtigt, bei denen eindeutig überprüfbare Angaben vorlagen. Zudem gebe es viele Hinweise, wonach zahlreiche Tötungen gar nicht registriert worden seien.

8803 Kinder und Jugendliche getötet

Bei der Erfassung wurden keine Unterschiede zwischen Kämpfern und Zivilisten gemacht. Die weitaus meisten Opfer seien Männer gewesen, etwas mehr als neun Prozent waren Frauen. Aber es seien auch mindestens 8803 Kinder und Jugendliche getötet worden. "Ich bedauere zutiefst, dass die Kämpfe in Syrien und die furchtbaren Folgen für Millionen von Zivilisten angesichts so vieler anderer bewaffneter Konflikte in diesen Zeiten einer globalen Destabilisierung vom internationalen Radar verschwunden sind", sagte Pillay.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte gestern bereits von mehr als 180.000 Kriegstoten berichtet. Der Organisation zufolge, die sich auf ein Netzwerk von Aktivisten und Ärzten vor Ort stützt, war fast ein Drittel der Getöteten Zivilisten, darunter knapp 9.500 Kinder. Die Informationen der Gruppe sind von unabhängiger Seite nur schwer überprüfbar.

(APA/dpa)