Am 11. September wird der neue Aufsichtsrat über die Sanierungspläne für die deutsche Warenhauskette beraten.
Nach dem Eigentümerwechsel bei Karstadt gibt es Veränderungen in der Führung der angeschlagenen Kaufhaus-Kette. Der österreichische Immobilien-Milliardär René Benko hat fünf Österreicher in den Karstadt-Aufsichtsrat geschickt, wie aus einer am vorigen Donnerstag veröffentlichten Bekanntmachung hervorgeht. Es handelt sich allesamt um Vertraute aus seinem Umfeld.
Bei den Österreichern handelt es sich um die Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Karin Fuhrmann, den kaufmännischen Angestellten Robert Leingruber, der bei Benkos Signa Holding für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, den Kaufleuten Marcus Mühlberger und Christoph Stadlhuber sowie den Rechtsanwalt Dieter Spranz.
>>Mehr zum Thema: Benko rührt bei Karstadt kräftig um
Aus dem Aufsichtsrat schieden gleich mehrere Mitglieder aus - darunter der Berggruen-Vertraute Jared Bluestein, früherer Aufsichtsratschef von Karstadt. Neu im Aufsichtsrat sind insgesamt acht Mitglieder. Unter ihnen sind etwa Wolfram Keil, Finanzchef der Signa-Tochter Recap.
Der Karstadt-Aufsichtsrat soll am 11. September über Sanierungspläne für die Warenhauskette mit rund 17.000 Beschäftigten beraten. Benko müsse rasch Klarheit über seine Pläne mit Karstadt schaffen und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Kette vorlegen, hatte die Gewerkschaft Verdi immer wieder gefordert. (APA/dpa-AFX)