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44 Bilder der Sammlung Essl kommen unter den Hammer

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER
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Das Auktionshaus Christie's soll bei der Kunstmesse Frieze in London für Georg Baselitz, Albert Oehlen, Maria Lassing Höchstpreise erzielen.

Wien. Die Einigung zwischen Hans Peter Haselsteiner und den Gläubigerbanken der Baumarktkette Baumax, die Sammlung Essl zu kaufen, musste blitzschnell unter Dach und Fach gebracht werden.

Großer Druck ging dabei von Christie's aus. Das Auktionshaus soll nämlich bereits am 13. Oktober in einem „Private Sale“ 44 Kunstwerke der Sammlung möglichst zu Spitzenpreisen verkaufen. Das bedarf aufwendiger Vorbereitungen. Der Zeitpunkt der Auktion ist sorgfältig gewählt: Am selben Tag beginnt in London die Frieze, eine der renommiertesten Kunstmessen für zeitgenössische Kunst. Nicht nur Christie's zählt darauf, dass sich dann alle Kunstsammler von Rang und Namen in der britischen Hauptstadt tummeln werden – alles potenzielle Verehrer jener Künstler, deren Bilder versteigert werden sollen.

 

Leitung bleibt in Essls Hand

Nur zwei von ihnen stammen von österreichischen Künstlern, eines ist von Friedensreich Hundertwasser, das andere von Maria Lassnig. Alle anderen stammen vorwiegend von deutschen Malern wie Georg Baselitz, Gerhard Richter, Martin Kippenberg, Albert Oehlen, Sigmar Polke und Günther Rackert. Die Auswahl aus der Sammlung traf das Auktionshaus selbst, sagt Rechtsanwalt Thomas Angermair. Christie's sei es natürlich darauf angekommen, „international gut handelbare, begehrte Ware“ zum Verkauf anbieten zu können.

Vonseiten der Essls zeigt man sich über die Rettung der Sammlung dennoch erleichtert. Gemeinsames Ziel sei es, die Sammlung auf Dauer zu erhalten und weitgehend im bisherigen Umfang ausstellen zu können. Eines ist jedenfalls fix: Die Bilder werden weiterhin im Essl-Museum in Klosterneuburg ausgestellt. Auch an der Leitung wird sich nichts ändern: Das Ehepaar Agnes und Karlheinz Essl, die in den 1970er-Jahren mit Werken von Hundertwasser und Kurt Moldovan den Grundstein für die Sammlung legten, sollen sich auch weiterhin um die Sammlung kümmern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2014)