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Grazer Reininghaus-Gründe: Pentaplan ZT plant Areal-Herzstück

Drei Bauträger für die "Parkquartiere" rund um den zentralen öffentlichen Park. Rund 900 Wohnungen sind geplant.

Die Bebauung des Reininghaus-Areals, das größte Grazer Stadtentwicklungsgebiet im Westen der Stadt, nimmt - zumindest am Papier - konkrete Formen an. Am Donnerstag wurde der Entwurf für das Herzstück des insgesamt 50 Hektar großen Grundstücks präsentiert. Den Wettbewerb für die rund 2,7 Hektar große Fläche der "Parkquartiere" mit u.a. 900 Wohnungen gewann das Grazer Architektenbüro Pentaplan ZT.

Im Vollausbau soll auf dem Reininghaus-Areal Wohnraum für bis zu 12.000 Menschen geschaffen werden. Das sollen aber keine reinen Wohnquartiere sein, sondern eine intensive urbane Mischnutzung verwirklicht werden. Die Quartiere rund um den zentralen öffentlichen Park der Reininghaus-Areals waren Gegenstand des zweiten Realisierungswettbewerbs, zu dem zwölf Architekturbüros geladen waren. Die Jury unter Vorsitzendem Hans Gangoly lobte vor allem die "sehr gute Differenzierung der Gebäudehöhen, die ein harmonisches und gleichermaßen spannungsgeladenes Gesamtbild erzeuge", sowie die "klare Grenze zwischen öffentlichem Park und umgebenden Baukörpern".

In Summe sollen 600 Wohnungen entstehen

Den größten Anteil an dem aktuellen Wettbewerbsgebiet hält die Erber-Gruppe, die die rund 1,9 ha Bauplatzfläche in eine Wohn-, Handels- und Büronutzung überführen will. Insgesamt will die Gruppe in dem Parkquartiere-Bereich 600 Wohnungen errichten. Die Investitionssumme wurde mit 80 Mio. Euro beziffert. Die Bauträger Hofstätter & Kletzenbauer wollen auf weiteren 6.000 Quadratmetern "150 bis 170 qualitätsvolle Eigentumswohnungen" errichten. GRAWE Immobilien beabsichtigen auf der Südwestseite des Parks 170 Mietwohnungen zu durchschnittlich 70 Quadratmetern.

Im Frühjahr wurde bereits das Siegerprojekt für einen ersten Abschnitt (zwei Quartiere) des neuen Grazer Stadtteils präsentiert, das der Grazer Architekt Thomas Pucher konzipiert hat. Mit der Realisierung im Norden des Areals soll im Sommer 2015 begonnen werden. Zuvor seien jedoch dort wie auch für das "Parkquartiere"-Areal die konkreten Bebauungspläne in Angriff zu nehmen und vom Gemeinderat abzusegnen, so Stadtplanungsamtsvorstand Bernhard Inninger.

Graz wächst bis 2030 am stärksten

Bürgermeister und Planungsreferent Siegfried Nagl (ÖVP) sprach von einem Meilenstein in der Entwicklung der größten Baulandreserve innerhalb der Stadt Graz. Bis zum Jahr 2030 werde dem Ballungsgebiet Graz österreichweit das größte Wachstum prognostiziert, im Vorjahr habe man in Graz einen Zuzug von 5.500 Personen verzeichnet, ein Teil des entstehenden Wohnbedarfs solle auch durch die Entwicklung der Reininghaus-Gründe bedient werden.