OMV: Vorstandsmitglied Jaap Huijskes geht vorzeitig

PK OMV AG 'ERGEBNIS 1. HALBJAHR UND 2. QUARTAL': JAAP HUIJSKES
Jaap HuijskesAPA/HERBERT PFARRHOFER

Noch im Sommer hat OMV-Aufsichtsratsvorsitzender Kemler den Holländer als Roiss-Nachfolger ins Spiel gebracht. Doch Huijskes verlässt den Energieriesen im Jahr 2016 - angeblich aus privaten Gründen.

Jaap Huijskes, Vorstandsmitglied verantwortlich für Exploration und Produktion, verlässt die OMV vor Ende der laufenden Funktionsperiode am 30. September 2018. Jaap Huijskes plant im ersten Halbjahr 2016 zurückzutreten. Seine Entscheidung basiert ausschließlich auf privaten Gründen. Wer der Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt. Der Holländer gehört dem Vorstand seit April 2010 an, damals folgte er dem langjährigen E&P-Vorstandsdirektor Helmut Langanger nach. Vor der OMV arbeitete Huijskes bei Royal Dutch Shell. Der Bereich Exploration und Produktion ist die "Cashcow" des heimischen Gas- und Ölriesen, in diese Sparte fließt auch ein Großteil der Investitionen der OMV.

Als Nachfolger von Roiss ins Spiel gebracht

Huijskes wurde heuer sogar als Nachfolger von OMV-Chef Gerhard Roiss gehandelt, dessen Vertrag im Jahr 2017 ausläuft. Rudolf Kemler, Chef der Staatsholding ÖIAG und OMV-Aufsichtsratschef, sagt in einem "Kurier"-Interview, er könne sich Huijskes als Vorstandsvorsitzenden vorstellen. Die Staatsholding hält 31,5 Prozent am wichtigsten Energieversorger des Landes.

Roiss äußerte am Dienstag sein Bedauern über das vorzeitige Ausscheiden von Huijskes. "Die Zusammenarbeit ist und war hervorragend", erklärte Roiss: "Wir haben in den vergangenen Jahren aus der OMV ein integriertes, auf die Suche und Förderung von Öl und Gas fokussiertes Unternehmen gemacht. An dieser Strategie wollen wir festhalten. Das Ziel bleibt, bis zum Jahr 2016 die Förderung von Öl und Gas bis ca. 400.000 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag zu steigern."

Machtkampf im Vorstand

Erst vor wenigen Wochen berichtete die "Presse" exklusiv, dass ein Machtkampf im OMV-Vorstand tobt: Konzernchef Roiss will das Gasgeschäft aufspalten - und so den ungeliebten Gas-Vorstand Hans-Peter Floren entmachten.

>>> "KURIER"-Interview

(APA/Red.)