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Wiener Börse: ATX am Vormittag tiefrot

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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An der Wiener Börse standen nach ihrer Verlustankündigung vom Vortag die RBI-Aktien gehörig unter Druck und fielen um 11,41 Prozent.

Die Wiener Börse ist am Dienstag belastet von der Verlustankündigung der Raiffeisen Bank International (RBI) tiefrot in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.245,41 Punkten nach 2.291,74 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 46,33 Punkten bzw. 2,02 Prozent.

Auch die übrigen europäischen Aktienmärkte waren trotz positiver Konjunktursignale aus China schwach in den Handel gestartet. Dort hatte sich die Stimmung der Industrie im September überraschend wieder Fahrt aufgenommen. Dagegen fiel die Beschäftigung in der Branche auf den niedrigsten Stand seit fünfeinhalb Jahren. Zum Wochenauftakt hatten die Börsen negativ auf die Ankündigung der chinesischen Regierung reagiert, auf umfassende Konjunkturpakete verzichten zu wollen.

Durchwachsen fielen die Signale aus der Eurozone aus: In Deutschland lag der Industrie-Einkaufsmanagerindex für September mit 50,3 Punkten unter der Konsensusschätzung von 51,2 Zählern, aber noch knapp im Wachstumsbereich. In Frankreich fiel der Industrie-Einkaufsmanagerindex mit 48,8 Punkten (Prognose: 47,0 Punkte) besser als erwartet aus, weist aber dennoch auf eine Verkleinerung des Sektors hin. Insgesamt fiel der Einkaufsmanagerindex der Eurozone für Industrie und Dienstleister mit 52,3 Punkten schwächer als die Expertenerwartung von 52,5 aus.

An der Wiener Börse standen nach ihrer Verlustankündigung vom Vortag die RBI-Aktien gehörig unter Druck und fielen um 11,41 Prozent auf 17,51 Euro. Die Bank hatte am Vorabend nach Börsenschluss einen Jahresverlust für das Gesamtjahr 2014 angekündigt. Für Kreditrisiken vor allem in der Ukraine und in Ungarn müssen einige hundert Millionen mehr zur Seite gelegt werden. Die Kreditrisikovorsorgen dürften nun zwischen 1,5 und 1,7 Mrd. Euro ausmachen. Bisher war die Bank von 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro ausgegangen. Ob es heuer eine Dividende geben wird, ließ das RBI-Management im Zuge der Ankündigung offen.

Bereits am Vortag hatten die RBI-Aktien rund 2,5 Prozent verloren. Die Aktien der Branchenkollegin Erste Group folgten der RBI-Aktie am Dienstag in der Früh mit minus 3,5 Prozent in die Verlustzone. Die Erste Group hatte schon im Juli wegen dem schlecht laufenden Ostgeschäft einen Jahresverlust angekündigt.

Etwas besser lief der Vormittagshandel für die Papiere des Verbund, die 0,39 Prozent auf 15,45 Euro zulegten. Die Analysten der deutschen Berenberg Bank haben ihre Empfehlung für die Aktie des Versorgers deutlich von "sell" auf "buy" verbessert und ihr Kursziel von 12,20 auf 17,50 Euro erhöht. Die Analysten begründen die Anhebung mit der Erwartung höherer Energiepreise.

Der ATX Prime notierte bei 1.130,84 Zählern und damit um 1,81 Prozent oder 20,79 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 23 mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.746.028 (Vortag: 362.226) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 58,970 (11,28) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

(APA)