Der deutsche Fotograf Stefan Bogner huldigt der schönsten Verbindung zweier Punkte: der Kurve. Im fünften Band seiner „Curves“-Reihe zeigt er Österreichs schönste Straßen.
Ich dachte mir, ich mach einfach einmal ein Magazin, so wie ich das machen möchte, ohne Wenn und Aber.“
Herausgekommen ist weniger ein Magazin als vielmehr ein ungewöhnlicher Reiseführer: „Curves“. Das sind fünf sozusagen auto-erotische Bände, die der deutsche Industriefotograf Stefan Bogner den Kurven gewidmet hat, in all ihren verlockenden Radien, stets eingebettet in atemberaubende Landschaft. Nach Italien, der Schweiz, Spanien und Frankreich hat sich Porschefahrer Bogner nun in Österreich auf die Spuren der schönsten Straßen und Pässe geheftet. Es geht auf über 1300 Kilometern von Reutte in Tirol nach Triest. Spektakuläre Fahraufnahmen sind nicht zu sehen: „Die Straßen sind bewusst menschenleer oder auto-, motorrad- und fahrradleer, weil man sich ja selbst darauf sehen will.“
Die Texte der Bände seien wie „Roadmovies“ geschrieben, so Bogner, die Karten „nutzwertig“, die Fotos eine Projektionsfläche, denn „Curves“ sei eben ein „Sehnsuchtsmagazin“ für beseeltes Unterwegssein, ob nun mit Porsche, Motorrad oder Drahtesel. Ungezählt sind die Kilometer, die Bogner in den vier Jahren, in denen er sein Projekt verfolgt, zurückgelegt hat, auch die Flugstunden: „Das Helikopterfliegen ist zur Sucht geworden. Von oben sieht jede Straße noch einmal anders aus. Die Perspektivenwechsel sind eigentlich das Spannendste am Magazin.“ So genießt man die gesammelten Kurven als ästhetisches Vergnügen, dabei sollte man sie im Handschuhfach mitführen – Bogners persönliche Erkenntnis: „Wir verbringen viel zu viel Zeit im Büro vor dem Rechner, deswegen: Raus aus Excel, rein in den Carrera!“