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VKI warnt vor Gold als Alternative zum Sparbuch

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THEMENBILD: 'GOLD'APA/ROBERT JAEGER
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Vor allem sei der Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs bei kleineren Mengen zu beachten, warnen die Konsumentenschützer.

Manche Sparer überlegen angesichts der niedrigen Zinsen für ein Sparbuch einen Umstieg auf Gold. Vor dieser Alternative warrnt jetzt der Verein für Konsumenteninformation (VKI), denn Gold garantiere nicht automatisch Werterhalt und Wertzuwachs. Das gelte auch für Goldsparpläne und Wertpapiere auf Gold, so die Konsumentenschützer in der aktuellen Ausgabe des "Konsument".

"Wer in Gold investiert, sollte sich über seine Ziele im Klaren sein. Alles, was nur unter dem Gesichtspunkt gekauft wird, erspartes Geld vorübergehend vor inflationären Gefahren zu schützen, wird nur in den seltensten Fällen die erhoffte Sicherheit oder gar satte Gewinne bringen", so die Konsumentenschützer.

Differenz bis zu 44 Prozent

"Kapitalerhalt und Wertsteigerungen sind ausschließlich dann zu erzielen, wenn der Edelmetallpreis bis zum Wiederverkauf kräftig steigt", so die Konsumentenschützer. Sie weisen darauf hin, dass physisches Gold keine Rendite und keine Zinsen abwirft. Werterhalt und Wertzuwachs hingen vollkommen von der unvorhersehbaren Entwicklung des Goldpreises ab.

Außerdem sei zu beachten, dass der Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs (Spread) desto höher sei, je kleiner die Mengen des Edelmetalls sind. Deshalb sei der Kauf von Gold erst ab einer Unze - um rund 1.000 Euro - sinnvoll. Bei 1-Gramm-Stücken kann die Differenz bis zu 44 Prozent ausmachen, wenn beispielsweise der Kaufpreis bei 49 Euro und der Verkaufspreis bei 34 Euro liegt.

Unterschied zwischen EFT und ETC

Auch bei Goldsparplänen seien die Spreads oft groß und es sei daher unbedingt auf den zugrunde liegenden Kurs zu achten. Besonders wichtig sei die Seriosität des Anbieters, so die Konsumentenschützer. So hätten erst vor etwas mehr als einem Jahr etliche Anleger in Goldprodukten einen Totalverlust hinnehmen müssen, weil die KB Edelmetall GmbH Insolvenz angemeldet hatte.

Beim Kauf von Wertpapieren auf Gold sollte vor allem darauf geachtet werden, ob man Teilhaber eines Sondervermögens wird oder ein weitaus riskanteres Zertifikat bzw. eine Schuldverschreibung erwirbt. Während Gold-ETFs (Exchange Traded Funds) in der Regel Sondervermögen darstellten, seien ETCs (Exchange Traded Commodities) Schuldverschreibungen. Sollte der Emittent in Konkurs gehen, wären - anders als bei Sondervermögen - unter Umständen auch die Anlegergelder weg.

(APA)