Ryder Cup: Europa in der Favoritenrolle

European Ryder Cup players Rory McIlroy and Graeme McDowell walk off the tee during practice ahead of the 2014 Ryder Cup at Gleneagles
European Ryder Cup players Rory McIlroy and Graeme McDowell walk off the tee during practice ahead of the 2014 Ryder Cup at GleneaglesREUTERS
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Mit Heimvorteil greift Europa beim 40. Ryder Cup nach dem dritten Sieg in Folge. Angeführt wird das Team von Superstar Rory McIlroy.

Das vom Weltranglisten-Ersten Rory McIlroy angeführte Team des irischen Kapitäns Paul McGinley gilt von Freitag bis Sonntag im schottischen Gleneagles-Tal bei Edinburgh als Favorit gegen die US-Amerikaner. Europa hat von den jüngsten neun Begegnungen sieben gewonnen und führt in der Bilanz seit 1979 mit 10:7.

Zudem liegt der letzte US-Sieg auf europäischem Boden (1993) schon über 20 Jahre zurück. Allerdings gingen die jüngsten zwei Begegnungen dieses im Zweijahres-Rhythmus ausgetragenen Kontinentalvergleichs der jeweils zwölf aktuell besten Golfer aus Europa und den USA in Wales (2010) bzw. Chicago (2012) nur hauchdünn mit 14,5:13,5 an die Europäer.

Die US-Truppe von Kapitän Tom Watson will im schottischen Heideland diese Serie knapper Niederlagen natürlich beenden. "Für" die Amerikaner spricht auf dem jüngsten der drei Plätze des zehn Kilometer vom Städtchen Auchterarder entfernt liegenden, weltberühmten Gleneagles-Hotels, dass Superstar Tiger Woods bei diesem im Matchplay-Format gespielten Bewerb verletzt fehlt.

Denn Woods' persönliche Bilanz im Ryder-Cup-Kampf Mann gegen Mann ist mit 13 Siegen und 17 Niederlagen klar negativ, auch beim letzten US-Sieg 2008 in Valhalla fehlte Woods verletzungsbedingt. Allerdings spielt auch US-Leistungsträger Phil Mickelson im Ryder Cup (14:18) nie so gut wie auf der Tour.

Watson glaubt, dass die vielen Auftritte auf der PGA-Tour inklusive des FedEx-Finales mit ein Grund sind für die jüngsten Niederlagen. Viele Amerikaner waren vor dem Cup wieder bis zu acht von neun Wochenenden im Einsatz. "Ich bin besorgt darüber, wie viel sie vor dem Ryder Cup spielen. Dann sind sie eben müde. Das ist zu viel Golf", sagte der achtfache Major-Sieger Watson bei einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag. Allerdings absolvieren auch Europas Top-Spieler das gleiche Monster-Programm.

Sechs Debütanten

Im US-Team stehen neben Routiniers wie Mickelson und Jim Furyk die drei Neulinge Patrick Reed, Jordan Spieth und Jimmy Walker, bei Europa sind mit Jamie Donaldson, Victor Dubuisson und Schotte Stephen Gallacher ebenfalls drei Akteure erstmals dabei. Der Österreicher Bernd Wiesberger durfte sich eine Zeit lang durchaus Hoffnung auf eine Wild Card machen, konnte bei den ganz großen Anlässen im Sommer aber nicht entscheidenden nachsetzen.

Erfahrenster Europäer ist mit neun Teilnahmen Lee Westwood. Der 41-jährige Engländer ist Teil einer megastarken Truppe. Mit McIlroy (2) und Martin Kaymer haben 2014 Europäer drei von vier Majors gewonnen. McIlroy ist der beste Golfer des Augenblicks, Ian Poulter mit 12 Siegen in 15 Matches bei bisher vier Ryder-Cup-Teilnahmen der effizienteste Spieler. Allerdings lief es für den Engländer auf der Tour zuletzt weniger gut.

Europas Team kann zudem neben den mindestens 50.000 täglich per Zug einpendelnden Fans diesmal auf einen prominenten Unterstützer zählen. Manchester Uniteds Ex-Coach Sir Alex Ferguson wird am Abend bei den Teambesprechungen dabei sein. In Österreich live zu sehen ist der Ryder Cup insgesamt 30 Stunden lang live auf Sky.

(APA)

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