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Faymann rät in Kiew zu Neutralität

Ukrainian President Poroshenko meets with Austrian Chancellor Faymann in Kiev
Poroschenko und FaymannREUTERS
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Während in der Ostukraine neue Kämpfe tobten, traf der Bundeskanzler in Kiew den ukrainischen Präsidenten Poroschenko.

Kiew.  Es war dann vielleicht doch nicht so ganz die von Boulevardmedien angekündigte „Friedensmission“. Doch immerhin hatte Werner Faymann in Kiew eine Empfehlung für seinen Gastgeber, den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, im Gepäck. Österreich habe „beste Erfahrungen“ mit der Neutralität gemacht, sagte der Bundeskanzler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Poroschenko ging nicht darauf ein. Er strebt eine EU-Mitgliedschaft an, und auch einen Beitritt zur Nato hat der ehemalige Unternehmer bisher nicht ausgeschlossen. Er dankte Österreich jedoch höflich für dessen Einsatz für eine friedliche Beilegung der Ukraine-Krise. Faymann, den Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl begleitet hatte, betonte, wie wichtig eine friedliche Lösung, aber auch die territoriale Integrität der Ukraine seien.

Die Waffenruhe, die Poroschenko mit dem russischen Präsidenten vereinbarte, bröckelt: Während er rund 15 Minuten mit Faymann parlierte, tobten rund um den Flughafen von Donezk, den die ukrainische Armee immer noch kontrolliert, Gefechte. Eine Granate schlug in einer Schule ein, vier Menschen starben.

(APA/red.)