Grüne in Tirol: Keine Koalition mit Van Staa

(c) Die Presse (Fabry Clemens)

Die Grünen nennen Bedingungen für eine Koalition mit der ÖVP in Tirol. Unterdessen glauben die Christen ganz fest daran, den Einzug in den Landtag zu schaffen.

In Innsbruck hat sich der Grüne Bundesvorsitzende Alexander Van der Bellen wieder dafür ausgesprochen, nach den Landtagswahlen am 8. Juni Regierungsverantwortung zu übernehmen. Van der Bellen betonte: „Ich kann mir jede Regierungsbeteiligung der Grünen nur wünschen", allerdings ließ er auf Landesebene Präferenzen in Richtung einer Koalition mit der ÖVP erkennen.
Dies überrascht wenig, da die SPÖ in Tirol „seit Jahrzehnten dahindümpeln", wie Van der Bellen erklärte.

Georg Willi, Chef der Tiroler Grünen und deren Spitzenkandidat, nannte jedoch die Bedingungen einer schwarz-grünen Koalition. Diese Bedingungen haben vor allem personellen Charakter, eine Zusammenarbeit mit einer ÖVP unter Landeshauptmann Herwig Van der Staa schloss Willi kategorisch aus. Die zweite Persona non grata für Willi ist Bauernbundchef Anton Steixner: „Steixner ist die zweite Person, mit der es nicht geht", erklärte der Spitzenkandidat. Das Wahlziel der Grünen ist ambitioniert: Sie wollen die 20-Prozent-Marke und ein sechstes Mandat erreichen. Das sei zwar ambitioniert, aber machbar, erklärte Willi.

Auch die Christen geben sich zuversichtlich: Sie glauben daran, die Fünf-Prozent-Hürde überschreiten zu können. Sie sieht großes Wählerpotential in den bisherigen Anhängern der ÖVP, denn: „Die ÖVP ist nicht mehr christlich. Den Anstrich hat sie nur, um ihre Wähler bei der Stange zu halten", erklärte Spitzenkandidat Franz Lair.

(APA/Red.)