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USA wollen Polen moderne Raketen verkaufen

Symbolbild: Abwurf einer JASSM-Rakete
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Das US-Außenministerium gab grünes Licht für den Deal. Dieser sei "gerade jetzt von großer Bedeutung". Nun wird noch um den Preis gefeilscht.

Das US-Außenministerium hat nach positiver Entscheidung der Agentur für Verteidigungszusammenarbeit (DSCA) den Verkauf von 40 modernen Luft-Boden-Marschflugkörper JASSM an Polen bewilligt. Dies erklärte der Sprecher der US-Botschaft in Warschau Sean O'Hara gegenüber der Tageszeitung "Gazeta Wyborcza". Die Waffe ist für polnische F-16-Jets bestimmt und soll ihre Verteidigungskraft verstärken.

Polen wird auch die erforderliche Ausrüstung und Software kaufen können. Die JASSM-Raketen mit einer Reichweite von 370 Kilometern gehören zu den modernsten strategischen Waffen, deren Exporte von US-Kongress und Regierung in Washington bewilligt werden muss. Der polnische Botschafter in Washington Ryszard Schnepf wies im Gespräch mit dem Polnischen Rundfunk darauf hin, dass nur wenige Staaten über diese Raketen verfügen. Die Bewilligung für ihren Verkauf an Polen bezeichnete er als einen großen diplomatischen und politischen Erfolg Polens. Er betonte, dass die Waffe das Verteidigungsniveau Polens erhöhen werde. "Ich brauche nicht zu betonen, dass das gerade jetzt von besonderer Bedeutung ist", sagte der Botschafter in Bezug auf die Ukraine-Krise.

Seine Zufriedenheit mit der raschen Entscheidung Washingtons drückte auch der Vizepremier und Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak, der im April darüber mit seinem US-Ressortkollege Chuck Hagel gesprochen hatte. "Man muss beachten, dass Finnland acht Jahre auf die Bewilligung warten musste", so Siemoniak gegenüber der "Gazeta Wyborcza". Auch der US-Botschafter in Warschau Stephen Mull zeigte sich mit der Entscheidung zufrieden. "Es ist ein Beweis für das starke Engagement der Vereinigten Staaten bei der Unterstützung der Modernisierung der polnischen Armee", erklärte Mull im Gespräch mit der "Gazeta Wyborcza". Er betonte, dass die neue Waffe Polen verhelfe, auf "aktuelle und zukünftige Bedrohung durch einen Feind zu reagieren".

Laut Schnepf macht die positive Entscheidung der US-Regierung den Weg für Preisverhandlungen frei. Washington hatte zuvor mitgeteilt, dass der Vertrag für den Einkauf der Raketen samt neuer Software für die F-16-Jets, Schulungen und Logistikunterstützung einen Wert von 500 Mio. US-Dollar (396 Mio. Euro) habe.