Bianchi-Unfall: Kein Kommentar von Marussia und Spital

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Jules Bianchi liegt mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation. Über seinen Zustand nach der Not-OP wurden keine Angaben gemacht.

"Kein Kommentar" lautet vorerst die Standardantwort auf Fragen zum Zustand des im Formel-1-Grand-Prix von Japan schwer verunglückten Franzosen Jules Bianchi. Auch das Krankenhaus in Yokkaichi, in dem der Marussia-Pilot am Sonntag nach seinem Horror-Unfall in Suzuka operiert worden war, wollte sich am Montag nicht offiziell zu seinem derzeit prominentesten Patienten äußern.

Yasuhiko Ogura, der stellvertretende Generaldirektor der Klinik, teilte mit, dass es kein Bulletin zum Zustand von Bianchi geben werde. Philippe Bianchi, der Vater von Jules, und Manager Nicolas Todt hielten sich ebenfalls bedeckt. Auch Marussia-Teamchef John Booth besuchte seinen in Lebensgefahr befindlichen Piloten auf der Intensivstation und sagte nachher zu den wartenden Journalisten nur: "Kein Kommentar!"

Marussia erklärte in einer Aussendung am Montag: "Mit Blick auf den Informationsfluss bezüglich Jules' Gesundheitszustand respektieren wir die Wünsche der Familie Bianchi und leisten diesen Folge. Zusammen mit Jules' Betreuung genießen sie für uns höchste Priorität. Deshalb bitten wir um Geduld und Verständnis, wenn es um weitere Meldungen bezüglich gesundheitlicher Dinge geht, die wir in Absprache mit dem Krankenhaus in Yokkaichi, wo Jules behandelt wird, erst dann kommunizieren, wenn es angemessen erscheint. Vertreter des Marussia-Teams und der Scuderia Ferrari werden im Krankenhaus bleiben, um Jules und der Familie Bianchi beizustehen." 

Medien: Erster Eingriff gut verlaufen

Damit war vorerst unklar, ob es Bianchi den Umständen entsprechend gut gehe, er ein zweites Mal operiert bzw. künstlich beatmet werden musste oder nicht. Die Internationale Automobil-Verband (FIA) hatte am Sonntag mitgeteilt, dass der 25-Jährige schwere Kopfverletzungen erlitten habe und im Mie-General-Krankenhaus in Yokkaichi operiert worden sei. Nach Angaben der französischen Fachzeitung "L'Equipe" sei dieser Eingriff gut verlaufen und der 25-Jährige müsse nicht mehr künstlich beatmet werden.

Bianchi war in der Dunlop-Kurve von der regennassen Strecke gerutscht und in der Auslaufzone ins Heck eines Bergungsfahrzeugs gekracht. Dieses war gerade dabei, den ebenfalls in dieser Kurve von der Piste gerutschten Boliden des deutschen Sauber-Fahrers Adrian Sutil zu entfernen. Kurz nach dem schweren Unfall brach die Rennleitung den 15. WM-Lauf in der 46. von 53 Runden vorzeitig ab. WM-Leader Lewis Hamilton gewann das Rennen vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg, verzichtete aber aufgrund der Sorge um Bianchi auf Jubelposen.

(APA/AFP)

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