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Frankreich will EU-Verteidigungspolitik stärken

(c) AP (Francois Mori)
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Die französische Regierung sieht Europa unzureichend gegen die Gefahren der heutigen Welt gewappnet. Sie will den europäischen Rüstungsmarkt neu beleben und erwägt eine europäische Marine-Luftfahrt-Gruppe.

Europa sei nicht ausreichend gegen die "Krisen und Gefahren" der heutigen Welt gewappnet. Das erklärte der französische Europa-Staatssekretär Jean-Pierre Jouyet am Dienstagabend in Paris. Frankreich strebt daher für die kommenden zehn Jahre "konkrete Ziele" in der europäischen Verteidigungspolitik an.

Die Europäer müssten sich über "neue strukturierende Vorhaben" abstimmen, so Jouyet. Dies könne eine europäische Marine-Luftfahrt-Gruppe sein, die um den französischen oder britischen Flugzeugträger herum aufgebaut wäre, oder eine gemeinsame Flotte mit Militärflugzeugen vom Typ A400-M für Versorgung und Transport.

Die Europäische Union brauche auch ein besseres "Krisenmanagement", um beispielsweise Staatsbürger in Sicherheit bringen zu können, sagte Jouyet. Frankreich werde über den EU-Ratsvorsitz in der zweiten Jahreshälfte hinaus darauf hinarbeiten, dass die Europäer eine Reihe von Vorhaben festlegen.

Paris wolle auch wieder den europäischen Rüstungsmarkt neu beleben. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte nach seinem Amtsantritt vor einem Jahr angekündigt, er wolle Frankreich wieder vollständig in die NATO integrieren. Als Voraussetzung dafür sieht er einen Ausbau der europäischen Verteidigungsstrukturen.

(Ag.)