Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Spar fordert sechs bis acht offene Sonntage pro Jahr

(c) Christian Herzenberger
  • Drucken

Für den Spar Einkaufszentrumsbetreiber SES stehe die Konkurrenz mit dem Online-Handel im Blickpunkt, sagt Marcus Wild. Gerade an Sonntagen würden Online-Händler intensiv werben.

Jetzt bringt sich mit dem Betreiber der Spar-Einkaufszentren ein großer Handelspartner in die auhkeimende Diskussion um die Sonntagsöffnung ein. Die SES (Spar European Shopping Centres) will sechs bis acht offene Sonntage im Jahr für den Einzelhandel. Nicht eine generelle Sonntagsöffnung werde angestrebt, sondern punktuell einige Sonntage im Jahr sollten die Geschäfte offenhalten dürfen, fordert SES-Chef Marcus Wild am Rande der Expo Real in München.

Dabei hat Wild vor allem die Wettbewerbssituation mit dem Online-Handel im Blick: Gerade an Sonntagen würden die Internet-Händler mit Rabatten massiv um Käufer werben. Statt durch Einkäufe im heimischen Handel dann Beschäftigung in Österreich zu halten, würden Jobs in ausländischen Logistik-Centern der Online-Händler unterstützt.

Kein Widerstand der Angestellten erwartet

Bei einer punktuellen Sonntagsöffnung erwartet sich Wild keinen Widerstand der Beschäftigten. Im Gegenteil, diese würden die besser bezahlten Dienste attraktiv finden, meint der Vorsitzende der SES-Geschäftsführung. Die Geschäfte müssten auch nicht ab 7 Uhr früh offen halten, eine Öffnungszeit von 10 oder 11 Uhr bis 17 Uhr wäre wahrscheinlich ausreichend. Ausgewählt könnten die jeweiligen Einkaufs-Sonntage etwa in den Regionen werden.

Widerstand gegen Pläne einer Sonntagsöffnung wird es mit Sicherheit seitens der Gewerkschaft geben. Diese hat am Mittwoch in der Wiener Innenstadt erneut gegen eine mögliche Sonntagsöffnung mobil gemacht. Für diese gebe es keinen Bedarf, wurde im Rahmen einer Kundgebung versichert. "In dieser Stadt wird es keine Regelung für eine Sonntagsöffnung gegen den Willen der Beschäftigten und gegen ihre Gewerkschaft geben", schwor Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp).

Er erinnerte daran, dass bereits in den vergangenen Jahren Befragungen im Handel durchgeführt wurden - die jeweils eine große Ablehnung ergeben hätten. "Auch die Unternehmer wollen keine Öffnung am Sonntag", zeigte sich der Gewerkschafter überzeugt: "Viele aus dem Arbeitgeberbereich melden sich und sagen uns: Lasst das nicht zu, bleibt hart."

 

(APA)