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ORF-Newscenter: Transparent und multimedial

MEDIENSTANDORT ORF: SIEGERPROJEKT DES ARCHITEKTENWETTBEWERBS STEHT FEST
So soll das ORF-Newscenter aussehen(c) APA/RIEPL KAUFMANN BAMMER ARCH.
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Das Architektenteam Riepl Kaufmann Bammer Architektur baut das Newscenter am Küniglberg, das Kernstück des ORF werden soll. Der Bau soll 300 Millionen Euro kosten.

Das Wiener Architektenteam Riepl Kaufmann Bammer Architektur hat das Rennen um das neue Newscenter im ORF-Zentrum am Küniglberg gemacht. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz teilte die Jury-Entscheidung am Donnerstag fast gleichzeitig per Twitter und internem Mail an die ORF-Belegschaft mit. Wrabetz sprach von einem "Meilenstein". Das insgesamt knapp 300 Millionen Euro teure Bauprojekt "Küniglberg neu" soll 2020 bezogen werden.

Wrabetz freute sich, dass mit Riepl Kaufmann Bammer Architektur ein österreichischer Sieger aus dem internationalen Architekturwettbewerb hervorgegangen ist. "Der Siegerentwurf erfüllt alle unsere strategischen und funktionalen Anforderungen für die nächsten Jahrzehnte in bestmöglicher Weise: Rund um das Kernstück des multimedialen Newsrooms für TV, Radio und Online schaffen wir eine moderne und kommunikative Arbeitsumgebung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Modell fügt sich darüber hinaus gut in die bestehende Architektur des ORF-Zentrums ein", erklärte der ORF-Chef.

Ab 2020 Newsroom für Fernsehen, Radio und Online

Im Zuge der Zusammenführung der Wiener ORF-Standorte auf dem Küniglberg erhält das ORF-Zentrum in den kommenden Jahren einen Zubau für einen multimedialen Newsroom. Ab 2020 sollen hier die Fernseh-, Radio- und Online-Redaktionen des öffentlich-rechtlichen Senders zusammenarbeiten.

Der EU-weite Architektenwettbewerb für die entsprechenden Planungskonzepte startete bereits im Mai. Eine renommierte Fachjury mit dem Vorsitzenden Dietmar Eberle, nationalen und internationalen Architekten, Vertretern der Behörden und des Bauherren ORF habe nun das Projekt von Riepl Kaufmann Bammer Architektur GbR zum Sieger aus insgesamt 55 Einreichungen gekürt, teilte der Sender mit.

Daneben gab es mit querkraft architekten zt gmbh aus Wien und HPP Hentrich-Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG aus Düsseldorf zwei Drittplatzierte.

Jury-Vorsitzender Eberle sieht das Riepl/Kaufmann/Bammer-Modell als gute Ergänzung zum bestehenden Roland Rainer-Bau im ORF-Zentrum. "Für mich ist das Projekt eine schlüssige Weiterentwicklung der Rainerschen Typologien in der Horizontalität. Dadurch werden die Kommunikationsabläufe in dem Medienhaus unterstützt und verstärkt", so Eberle.

Finanzdirektor lobt "offene Form der Architektur"

Finanzdirektor Richard Grasl lobte nach der Jury-Entscheidung die "offene Form der Architektur", die mit Sicherheit gute Möglichkeiten biete, "Synergien zwischen den Medienformen herzustellen". Das Siegerprojekt gebe uns die Chance, "auf zukünftige Medienentwicklungen flexibel reagieren zu können", so Grasl.

Michael Götzhaber, Technischer Direktor des ORF, betonte, dass der Entwurf die Umsetzung des multimedialen Newsrooms und der zukünftigen Produktionstechnik "auf nahezu perfekte Weise unterstützt".

Fernsehdirektorin Kathrin Zechner meinte unterdessen, dass das Siegerprojekt für den ORF die "größtmögliche Transparenz, Offenheit und Kommunikation in einer Kreativität nach innen und außen darstellt".

Dem ORF zufolge würden die Architekten des Siegerprojekts nun zum angeschlossenen Verhandlungsverfahren eingeladen. Dieses beinhalte den Architektenvertrag, die zukünftige Beauftragung sowie die weiteren planerischen Details. Das Architekturbüro Riepl Kaufmann Bammer hat bisher in Wien eine Reihe von Wohnbauprojekten und Geriatriezentren geplant.

(APA)