Wolfgang F. (60), exklusiv vom Mediator abgeschrieben

Seine Bettgeschichten, Feinde, Kanzler - und gratis eine Menge Fellnereien.

Kein Kolumnist mit Minimal-Anstand und Restwürde kann es sich leisten zu vergessen, dass der bekennende Boulevardist F. (Name der Red. bekannt) am 13. Oktober 60 wird, obwohl er gar nicht wie 60 aussieht. Was haben wir nicht gelacht und gelitten, über all die Satzglieder, die was in Basta, Rennbahn Express,News und Österreich zum Stehen gekommen sind. Diese aufgeheizten bunten Blätter sind Ausgeburtendes und optimierte Plattformen für blanken Fellnerismus. Er muss gewürdigt werden. Deshalb liefern wir hier nie gestellte Fragen zu gar nicht verlangten Antworten (die wir aus einem epischen Interview der APA mit dem Jubilar dreist gestohlen und liebevoll zurechtgeschneidert haben).

M: Wie geht es der gnädigen Ex-Frau?

F: Sie fehlt mir definitiv nicht. Sonst hätten wir uns ja nicht getrennt ... die Nachfolge ist geregelt, und ich hab ja noch zwei weitere Kinder in petto.

M: Wie geht es dem Werner? Freundschaft?

F: ...noch verbringe ich Urlaube mit ihm, noch gehe ich mit ihm zu den Salzburger Festspielen.

M: Was halten Sie vom Bettnässen?

F: Ich glaube, dass das bei K. (Name von der Red. geändert) wirklich ein menschliches Problem ist ... und ich bin dabei doch viel erfolgreicher.

M: Wer hat heute medial die Krone auf?

F: Eine Bilanz ist ohnehin schwierig, weil man soll eine Bilanz nicht in der Halbzeit ziehen.

M: Was sagt Gott zu Österreich?

F: Das ist eines der wenigen familiengeführten Unternehmen in diesem Land ... ohne sonstige Beteiligungen deslieben Gottes oder anderer nicht ganz durchschaubarer Personen.

norbert.mayer@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2014)

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