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Pumper bestätigte positive Dopingprobe

Vor zwei Monaten noch Österreichs einzige Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme im Marathonlauf, rutscht Susanne Pumper weiter in den Doping-Sumpf. Die 37-Jährige ließ am Freitag über ihren Rechtsanwalt Clemens Grünzweig bestätigen, dass ein am 14. April genommener Dopingtest positiv ausfiel. Die Probe wurde an jenem Tag genommen, an dem Pumper von ihrer positiven Probe vom 9. März informiert wurde.

Pumper geht in der Aussendung einmal mehr in die Offensive, indem sie jene Probe vom 14. April als selbst veranlasst bezeichnet und ihre fachlichen und methodischen Zweifel an der Analyse nun noch mehr verdichtet sieht. Tatsächlich war es aber ein verpflichtender Test, da Pumper am 13. April im Rahmen des Linz-Marathons einen österreichischen Halbmarathon-Rekord gelaufen war. Aus Linz war sie abgereist, noch ehe die Tester für den Marathon erschienen sind.

Laut ÖLV-Präsident Roland Gusenbauer hat die LCC-Wien-Athletin in Wien am Tag nach ihrem Linz-Auftritt im Büro des Österreichischen Anti-Doping-Komitee (ÖADC) unmittelbar vor Abgabe der Doping-Probe von dem am 9. März positiv ausgefallen Test erfahren. Ob es sich daher nun bei den Doping-Fällen um ein oder zwei Vergehen handelt, traute sich Gusenbauer vorerst nicht zu beurteilen.

Pumper und ihr Anwalt sehen diese Frage allerdings unzweifelhaft geklärt. "Aufgrund des sachlichen und zeitlichen Zusammenhanges der Tests liegt aus juristischer Sicht nur ein Fall vor, der vom Österreichischen Leichtathletik-Verband in einem Verfahren zu behandeln sein wird", wurde in dem Schreiben festgehalten. Um tatsächlich von zwei Fällen zu sprechen, ist freilich erst die Öffnung der B-Probe abzuwarten.

Pumper geht weiter davon aus, unschuldig zu sein und kündigte schon indirekt die Öffnung der B-Probe an.

(APA)