Wiener Börse: ATX am Vormittag etwas schwächer

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Zwar war der Wiener ATX wie die übrigen europäischen Indizes etwas höher in die Sitzung gestartet, drehte aber recht rasch ins Minus ab.

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im Frühhandel mit etwas schwächerer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.032,04 Punkten nach 2.039,29 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Minus von 7,25 Punkten bzw. 0,36 Prozent.

Zwar war der Wiener ATX wie die übrigen europäischen Indizes etwas höher in die Sitzung gestartet, drehte aber recht rasch ins Minus ab. Im weiteren Verlauf könnte Konjunkturzahlen aus den USA für Impulse sorgen. Dort werden Zahlen zur Industrieproduktion im September sowie das Konjunkturbarometer Philly-Fed für Oktober veröffentlicht.

FACC unter Druck

Ein Analyst von Capital Economics hält die somit weiter anhaltende Abverkaufsstimmung an den Aktienmärkten für "übertrieben". Vor allem die solide Konjunkturentwicklung der USA, sowie der "kaum veränderte" Ausblick für das globale Wirtschaftswachstum, gäben kaum Anlass für Panik. Einzig die europäische Wirtschaftsentwicklung sei deutlich eingetrübt. Sollte das US-Wirtschaftswachstum nahe der Drei-Prozent-Marke bleiben, werde es nach den jüngsten Abverkäufen schon bald zu einer Korrektur am Markt kommen.

An der Wiener Börse gerieten unterdessen FACC unter Druck: Die Papiere des Flugzeugzulieferers brachen im Frühhandel um 7,00 Prozent auf 6,88 Euro ein. Zuvor hatte der Konzern mit seinem Halbjahresnettoverlust von 14 Mio. Euro die Analystenerwartungen eines Minus von 10 Mio. Euro klar verfehlt. Auch beim Umsatz blieb die FACC unter den Prognosen - die Verkaufserlöse stiegen um 3,4 Prozent auf 235,9 Mio. Euro statt der erwarteten 245,5 Mio. Euro.

Das Ergebnis werde von hohen Anlaufkosten für neue Projekte belastet, hieß es. Nachfrage und die Auftragslage seien aber "auf hohem Niveau stabil", sagte FACC-Chef Walter Stephan. Im zweiten Halbjahr rechne man mit "positiven Ergebniseffekten aufgrund höherer Umsätze und Effizienzsteigerungen".

Auch Bankwerte rutschen wieder ins Minus

Die Erholungstendenz der Bankaktien währte im Frühhandel ähnlich kurz wie jene des gesamten ATX: Nach anfänglichen Gewinnen verbilligten sich Erste Group um 1,32 Prozent und Raiffeisen um 0,46 Prozent, womit beide Werte an ihre Vortagesverluste anknüpften. Auch voestalpine (minus 0,46 Prozent), Immofinanz (minus 0,47 Prozent) und Andritz (minus 1,03 Prozent) reihten sich unter die namhaften Verlierer an der Wiener Börse.

Der ATX Prime notierte bei 1.020,31 Zählern und damit um 0,32 Prozent oder 3,31 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 23 mit tieferen und keiner unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 759.428 (Vortag: 415.756) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 18,759 (11,72) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

(APA)

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