Der russische Markt liefert der börsennotierten Immofinanz trotz Ukraine-Krise zweistellige Renditen, so hoch wie in keinem anderen Land, sagte Konzernchef Eduard Zehetner am Donnerstag auf der Gewinn-Messe in Wien.
Rein rechnerisch habe man alle bisher gezahlten Immofinanz-Dividenden allein mit den Russland-Geschäften verdient, "das wird so weitergehen". Für Russland bewirke die Ukraine-Krise natürlich einen "Reflexschaden". Das merke man auch an der Skepsis vieler internationaler Großinvestoren, die zurückhaltend seien bei Engagements in Unternehmen, die ein 25-prozentiges Russland-Exposure hätten. "Dabei ist das in unserem Börsenkurs gar nicht mehr bewertet", so Zehetner, der aufgrund der Investoren-Anfragen "zuversichtlich" ist, dass sich das doch wieder bessert.
Seit die Wohnungstochter Buwog getrennt börsennotiert ist, liegt der regionale Schwerpunkt der Immofinanz als kommerzieller Anbieter zu zwei Dritteln in Osteuropa. Durch den Wegfall der weniger rentierlichen Buwog sei die Immofinanz besser rentierlich geworden.
Eine Immobilien-Blase sieht Zehetner weder in Österreich noch international, "weil es kein übertriebenes Fremdkapital gibt wie vor der Krise".
Für das laufende Jahr 2014/15 will die Immofinanz die Dividendenzahlungen wie berichtet wieder aufnehmen, die Ausschüttung soll sich auf 15 bis 20 Cent je Aktie belaufen, hieß es vor einem Monat.
Zehetner ist noch bis April 2015 Immofinanz-CEO, dann folgt ihm Oliver Schumy nach, wie seit Juni feststeht.