Vor Salzburg-Wahl: Bundespolitik ausklammern

SPÖ und ÖVP bereitet die Landtagswahl Kopfzerbrechen.

Salzburg. Die Verluste ihrer Schwesterparteien in Tirol sind den Salzburger Regierungspartnern SPÖ und ÖVP in die Knochen gefahren. Schließlich müssen sich die Teams von Gabi Burgstaller (SPÖ) und Wilfried Haslauer (ÖVP) im März 2009 ihrer nächsten Wahl stellen.

„Für uns heißt das Ergebnis in Tirol, dass wir uns voll auf unsere Arbeit in Salzburg konzentrieren“, sagt SPÖ-Landesgeschäftsführer Uwe Höfferer im Gespräch mit der „Presse“ zur Strategie. Im Klartext: Salzburgs SPÖ wird versuchen, die Bundespolitik im Landtagswahlkampf möglichst auszuklammern.

Einen ersten, spektakulären Schritt hatte Burgstaller dazu schon in der Vorwoche gesetzt: Sie hat angekündigt, im Herbst nicht mehr als Stellvertreterin von Parteichef Alfred Gusenbauer zu kandidieren. Ein Schritt, der ihr in der Salzburger SPÖ viel Lob eingebracht hat. „Die bundespolitische Debatte wird nicht ohne Auswirkungen auf Salzburg bleiben“, gibt Höfferer zu. Man werde im Wahlkampf klar kommunizieren, was man seit 2004 an Arbeit geleistet habe. „In Salzburg stehen Gabi Burgstaller und die SPÖ zur Abstimmung“, so Höfferer.

Geschlossenheit wird beschworen

Salzburgs ÖVP gibt sich nach außen gelassen: „Für uns hat das keine größeren Auswirkungen“, meint Landesgeschäftsführer Anton Santner zur „Presse“. Er zieht eine Lehre aus dem Absturz der Tiroler ÖVP: Um zu gewinnen, brauche es Geschlossenheit in der Partei. „Mit Streitigkeiten kann man nicht gewinnen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.06.2008)

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