Nach etwa vier Stunden eingehender Befragung durch die Abgeordneten von SPÖ und Grünen ist Hans-Georg Kramer - früher Mitarbeiter bei Finanzminister Grasser und jetzt im Büro von Ressortchef Molterer - am Mittwochabend aus dem Zeugenstand entlassen worden. Die ebenfalls für Mittwoch geplante Aussage von Nationalbank-Direktor Josef Christl musste wegen der langen Einvernahme verschoben werden.
Weil sich die Fragen zum "Grasser-Dossier" an FMA und Nationalbank immer wieder im Kreis drehten, reagierte Kramer zunehmend genervt. Verfahrensanwalt Gottfried Strasser gab ihm dabei grundsätzlich recht: "An sich entspricht es nicht der Verfahrensordnung, Fragen, die eindeutig beantwortet wurden, wiederholt zu stellen."
Bereits zuvor abgesagt worden war die Aussage von Innenministeriums-Sektionschef Franz Einzinger, der nach Ansicht seines Ressorts nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen sollte. Einzinger soll zu einem späteren Zeitpunkt neu geladen werden. Bis dahin soll laut Ausschuss-Vorsitzendem Peter Fichtenbauer geklärt werden, ob nicht doch eine öffentliche Aussage möglich ist.
(APA)