Wiener Börse in der Früh: Bankenwerte belasten

Mit Ausnahme der OMV notierten alle Index-Schwergewichte in der Verlustzone.

Dem negativen europäischen Börsenumfeld konnte sich der Wiener Markt nicht entziehen. Die Abschläge bei den Bankenwerten, die ihre Vortagesgewinne nicht verteidigen konnten, belasteten den ATX. Mit Ausnahme der OMV notierten alle Index-Schwergewichte in der Verlustzone.Die Aktien der OMV sind weiterhin ein "Top-Pick" für die ING-Analysten. Die Experten nehmen das Kursziel von 56,50 auf 76,0 Euro hoch und bestätigen die Anlageempfehlung "Buy". OMV setzten sich mit einem Aufschlag von 0,04 Prozent auf 52,28 Euro knapp gegen den Negativtrend durch (28.206 Stück).

Nach der Kursrally vom Vortag konnten die Bankwerte nicht nachlegen. Erste Bank fielen ans untere Ende des ATX zurück mit einem Abschlag von 2,85 Prozent auf 44,26 Euro (104.326 Stück). Raiffeisen International ermäßigten sich um 1,44 Prozent auf 86,88 Euro (14.025 Stück).

Telekom Austria und voestalpine zeigten sich ebenfalls in der Verlustzone. Die Telekom-Aktien gaben um 1,13 Prozent auf 14,83 Euro nach (40.788 Stück) und voestalpine reduzierten sich um 0,99 Prozent auf 52,22 Euro (75.658 Stück).

Die Versorger trotzten hingegen dem negativen europäischen Sektortrend und konnten einheitlich Zugewinne verbuchen. EVN verbesserten sich um 2,56 Prozent auf 22,40 Euro (12.509 Stück) und Verbund rückten um 1,43 Prozent auf 53,90 Euro vor (10.967 Stück).

Zur AUA meldete sich die Citigroup zu Wort. Während die Analysten die Verkaufsempfehlung "Sell" bestätigen, wurde das Kursziel von 2,80 auf 2,90 Euro angehoben. AUA-Anteile erhöhten sich um 1,90 Prozent auf 3,75 Euro (44.243 Stück).

Die Erste Bank hat eine Ersteinschätzung für Agrana veröffentlicht und dabei die Anlageempfehlung "Hold" ausgesprochen. Als Kursziel nennen die Experten 72,5 Euro. Agrana-Papiere gaben 1,46 Prozent auf 68,40 Euro nach (19 Stück).

Die Wiener Börse zeigte sich am Freitag im frühen Handel bei schwachem Anfangsvolumen mit tieferer Tendenz. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 4.161,12 Punkten nach 4.196,15 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 35,03 Punkten bzw. 0,83 Prozent.

Der ATX Prime notierte bei 1.955,32 Zählern und damit um 0,78 Prozent oder 15,4 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 16 Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und drei unverändert. In zwölf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 557.399 (Vortag: 835.834) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 28,14 (38,94) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

(APA)

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